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Projektbasierte vs. stundenbasierte Zeiterfassung

Projektbasiert oder stundenbasiert Zeiten erfassen? Unterschiede, Vor-/Nachteile und wann welcher Ansatz passt.

5 Min. Lesezeit
Vergleich verschiedener Zeiterfassungsmethoden

Projektbasierte vs. stundenbasierte Zeiterfassung

Erfassen Sie nur wann Sie arbeiten – oder auch woran?

Das Wichtigste in Kürze

  • Stundenbasiert: Wann gearbeitet (Kommen/Gehen)
  • Projektbasiert: Woran gearbeitet (Zuordnung)
  • Viele Unternehmen brauchen beides
  • Abhängig von Branche und Abrechnungsmodell
  • Mehr Detail = mehr Aufwand

Stundenbasierte Zeiterfassung

Was es bedeutet

Fokus auf Anwesenheit:

ElementErfassung
ArbeitsbeginnWann angefangen
ArbeitsendeWann aufgehört
PausenDauer
GesamtzeitBerechnet

Vorteile

Was dafür spricht:

  • Einfach – Nur ein-/ausstempeln
  • Schnell – Wenig Aufwand pro Tag
  • Compliance – Erfüllt Zeiterfassungspflicht
  • Für alle – Unabhängig von Tätigkeit
  • Lohnabrechnung – Grundlage für Entgelt

Nachteile

Was dagegen spricht:

NachteilBeschreibung
Keine ZuordnungWoran gearbeitet?
Keine ProjektkalkulationWas kostet Projekt X?
Keine AbrechnungNicht nach Projekt abrechenbar
BlindProduktivität unklar

Flexible Zeiterfassung

MyTimeTracker unterstützt stundenbasierte und projektbasierte Erfassung.

  • Sofort einsatzbereit
  • DSGVO-konform
  • Keine Einrichtung nötig
Kostenlos testen

Projektbasierte Zeiterfassung

Was es bedeutet

Fokus auf Zuordnung:

ElementErfassung
Projekt/KundeWofür gearbeitet
Aufgabe/PhaseWas gemacht
DauerWie lange daran
Optional: BeschreibungWas genau

Vorteile

Was dafür spricht:

  • Nachkalkulation – Was kostet Projekt X?
  • Abrechnung – Kunden berechnen
  • Produktivität – Zeit pro Aufgabe
  • Planung – Ähnliche Projekte schätzen
  • Steuerung – Budget-Kontrolle

Nachteile

Was dagegen spricht:

NachteilBeschreibung
AufwändigerMehr Eingaben
KomplexerMehr Optionen
VergesslichkeitWas hab ich gemacht?
Unproduktive ZeitWohin buchen?

Kombination beider Ansätze

Warum kombinieren

Beste aus beiden Welten:

BedarfLösung
ArbZG-ComplianceStundenbasiert
ProjektcontrollingProjektbasiert
LohnabrechnungStundenbasiert
KundenabrechnungProjektbasiert

Wie kombinieren

Praktische Umsetzung:

  • Grundlage – Anwesenheit (Kommen/Gehen)
  • Plus – Projekt-Zuordnung der Zeit
  • Summe stimmt – Projektzeit = Anwesenheit
  • Flexibel – Nicht jede Minute zugeordnet
  • "Sonstiges" – Für nicht-zuordenbare Zeit

Kombination leicht gemacht

MyTimeTracker verbindet Anwesenheit und Projektzeit nahtlos.

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14 Tage kostenlos testen

Wann welcher Ansatz

Nur stundenbasiert

Reicht wenn:

SituationBeispiel
ProduktionFließbandarbeit
EinzelhandelKassierer
Einfache TätigkeitenImmer das Gleiche
Kein ProjektgeschäftKeine Kundenabrechnung

Projektbasiert nötig

Wenn:

  • Kundenabrechnung – Zeit wird berechnet
  • Dienstleistung – Agenturen, Beratung
  • Mehrere Kunden/Projekte – Zuordnung wichtig
  • Kostenrechnung – Projektkosten kalkulieren
  • Interne Projekte – Aufwand messen

Branchen-Übersicht

Was typischerweise genutzt wird:

BrancheTypischer Ansatz
ProduktionStundenbasiert
EinzelhandelStundenbasiert
GastronomieStundenbasiert
IT/SoftwareProjektbasiert
AgenturenProjektbasiert
BeratungProjektbasiert
HandwerkKombination
DienstleistungProjektbasiert

Detailgrad

Wie granular

Abstufungen:

EbeneBeispiel
Nur Stunden8h gearbeitet
+ Projekt8h an Projekt X
+ Phase4h Konzept, 4h Umsetzung
+ Aufgabe2h Feature A, 2h Feature B
+ BeschreibungWas genau bei Feature A

Balance finden

Aufwand vs. Nutzen:

  • Zu wenig – Keine Erkenntnisse
  • Zu viel – Zu viel Aufwand
  • Richtig – Nötige Erkenntnisse, vertretbar
  • Frage – Was müssen wir wissen?
  • Antwort – Das bestimmt den Detailgrad

Nicht-produktive Zeit

Das Problem

Wohin buchen:

ZeitHerausforderung
E-MailsZu welchem Projekt?
MeetingsManchmal mehrere Themen
AdminKein Projekt
PausenKeine Arbeitszeit

Lösungen

Wie handhaben:

  • "Allgemein/Intern" – Sammelkategorie
  • Anteilig verteilen – Automatisch auf Projekte
  • Akzeptieren – Nicht alles ist projektbezogen
  • Kategorisieren – Admin, Meeting, Mail
  • Analysieren – Wie viel nicht-produktiv?

Häufige Fragen

Idealerweise ja – die Summe der Projektzeiten sollte der Anwesenheitszeit entsprechen. In der Praxis gibt es oft Differenzen (nicht zugeordnete Zeit). Manche Systeme erzwingen die Übereinstimmung, andere erlauben Abweichungen. Eine Toleranz von 5-10% ist oft akzeptabel.
So detailliert wie nötig, so einfach wie möglich. Fragen Sie: Was müssen wir für Abrechnung, Controlling und Planung wissen? Für Kundenabrechnung: mindestens Projekt. Für interne Optimierung: zusätzlich Phase/Aufgabentyp. Zu viel Detail führt zu schlechter Datenqualität durch Frust.
Timer-Funktion nutzen: Bei Aufgabenwechsel stoppen und neu starten. Oder: Am Ende des Tages rekonstruieren. Oder: In Blöcken erfassen (z.B. vormittags Projekt A, nachmittags Projekt B). Wichtig ist, dass die Zuordnung ungefähr stimmt – es muss nicht minutengenau sein.
Für die Zeiterfassungspflicht nach ArbZG reicht stundenbasiert (Anwesenheit). Wenn Sie zusätzlich Projektzeiten brauchen (Abrechnung, Controlling), macht eine Kombination Sinn: Anwesenheit als Grundlage, Projektzeit als Aufteilung dieser Zeit. Die meisten modernen Systeme können beides.
Einfache Erfassung ist der Schlüssel: Wenige Klicks, klare Projektliste, Timer-Funktion. Kommunizieren Sie, warum die Daten wichtig sind (Abrechnung, Planung). Regelmäßiges Feedback zu den Daten zeigt, dass sie genutzt werden. Stichproben-Kontrolle kann helfen, sollte aber nicht übertrieben werden.

Fazit

Stundenbasierte Erfassung reicht für Compliance und Lohnabrechnung. Projektbasierte Erfassung ist nötig, wenn Sie wissen müssen, woran die Zeit verwendet wird – für Kundenabrechnung, Projektkalkulation oder Produktivitätsanalyse. Viele Unternehmen kombinieren beides: Anwesenheit als Grundlage, Projektzeit als Aufteilung. Der richtige Detailgrad hängt vom Erkenntnisbedarf ab – mehr ist nicht immer besser.

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