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Zeiterfassung in der Pflege und im Gesundheitswesen

Zeiterfassung in Pflege und Gesundheitswesen: Besondere Anforderungen, Schichtmodelle und Lösungen für die Branche.

5 Min. Lesezeit
Zeiterfassung im Krankenhaus und in der Pflege

Zeiterfassung in der Pflege und im Gesundheitswesen

Das Gesundheitswesen stellt besondere Anforderungen an die Zeiterfassung: Rund-um-die-Uhr-Betrieb, komplexe Schichtmodelle und strenge Arbeitszeitvorschriften. Wie Kliniken, Pflegeeinrichtungen und ambulante Dienste die Zeiterfassung meistern können.

Das Wichtigste in Kürze

  • 24/7-Betrieb erfordert umfassende Schichtplanung
  • Arbeitszeitgesetz kennt Sonderregelungen für den Gesundheitsbereich
  • Bereitschaftsdienst und Rufbereitschaft müssen korrekt erfasst werden
  • Mobile Zeiterfassung für ambulante Pflege wichtig
  • Personalschlüssel und Mindestbesetzung müssen eingehalten werden

Besondere Anforderungen

Rund-um-die-Uhr-Betrieb

Das Gesundheitswesen kennt keine Pause:

  • 24-Stunden-Versorgung an 365 Tagen
  • Dreischichtsystem (Früh, Spät, Nacht)
  • Wochenend- und Feiertagsarbeit
  • Bereitschaftsdienste

Arbeitszeitrechtliche Besonderheiten

Das Arbeitszeitgesetz erlaubt für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen:

  • Verlängerung der täglichen Arbeitszeit auf bis zu 24 Stunden
  • Abweichungen bei Ruhezeiten (10 statt 11 Stunden)
  • Besondere Regelungen für Bereitschaftsdienst

Voraussetzung: Tarifvertrag oder Dienstvereinbarung

Personaluntergrenzen

In der Pflege gelten:

  • Pflegepersonal-Untergrenzen-Verordnung (PpUGV)
  • Personalschlüssel je nach Station
  • Dokumentationspflicht der Besetzung

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Schichtmodelle in der Pflege

Dreischichtsystem

Klassisches Modell in Kliniken:

SchichtTypische Zeiten
Frühschicht6:00 - 14:00
Spätschicht14:00 - 22:00
Nachtschicht22:00 - 6:00

Wechselschichtmodelle

Rotation durch die Schichten:

  • Wöchentlicher Wechsel
  • 2-2-2-Modell (2 Früh, 2 Spät, 2 frei)
  • Individuelle Rotationsmuster

Teilschichten

Bei ambulanter Pflege häufig:

  • Frühdienst (6:00 - 12:00)
  • Tourdienst (14:00 - 20:00)
  • Geteilte Dienste

Bereitschaftsdienst und Rufbereitschaft

Bereitschaftsdienst

Anwesenheit am Arbeitsplatz ohne Vollarbeit:

  • Zählt als Arbeitszeit
  • Wird voll erfasst
  • Vergütung nach Stufen (je nach Inanspruchnahme)

Rufbereitschaft

Erreichbarkeit außerhalb des Arbeitsplatzes:

  • Zählt nicht komplett als Arbeitszeit
  • Nur tatsächliche Einsätze werden voll erfasst
  • Pauschalvergütung für Bereitschaft

Erfassung

ArtErfassungArbeitszeit?
BereitschaftsdienstKomplettJa
RufbereitschaftNur EinsatzNur bei Einsatz
Telefonat (Rufbereitschaft)Zeit des TelefonatsJa

Mobile Zeiterfassung in der ambulanten Pflege

Besondere Herausforderungen

Ambulante Pflegedienste:

  • Mitarbeiter arbeiten beim Kunden
  • Wechselnde Einsatzorte
  • Fahrtzeiten zwischen Kunden
  • Dokumentation pro Pflegefall

Anforderungen an mobile Lösungen

AnforderungUmsetzung
Einfache BedienungOne-Touch-Stempeln
Offline-FähigkeitSync bei Verbindung
KundenbezoegenZuordnung zu Pflegekunden
FahrtzeitSeparate Erfassung

GPS und Datenschutz

  • GPS-Ortung ist datenschutzrechtlich sensibel
  • Nur für Nachweis bei Pflegekassen relevant
  • Mitarbeiter müssen informiert werden
  • Alternativen: QR-Code beim Kunden

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Dokumentation für Pflegekassen

Leistungsnachweis

Die Zeiterfassung ist Grundlage für:

  • Nachweis der Pflegeleistung
  • Abrechnung mit Pflegekassen
  • Prüfung durch den MDK

Was muss dokumentiert werden?

DatumPflegekundeLeistungAnkunftAbfahrtDauer
22.01.Müller, H.Grundpflege8:158:4530 min
22.01.Schmidt, E.Medikamente9:009:1515 min

Prüfungssicherheit

Für MDK-Prüfungen:

  • Lückenlose Dokumentation
  • Plausible Zeiten
  • Nachvollziehbare Fahrtwege

Integration mit Dienstplanung

Soll-Ist-Vergleich

Zeiterfassung und Dienstplanung sollten integriert sein:

  • Geplante Schicht (Soll)
  • Tatsächliche Arbeitszeit (Ist)
  • Abweichungen erkennen

Personalschlüssel überwachen

Automatische Prüfung:

  • Mindestbesetzung eingehalten?
  • Qualifikationsmix stimmt?
  • Alarmierung bei Unterschreitung

Überstunden managen

Das Gesundheitswesen hat hohe Überstundenbelastung:

  • Transparenz durch Zeiterfassung
  • Überstundenkonto führen
  • Zeitausgleich planen

Arbeitszeitschutz

Ruhezeiten

Trotz Ausnahmen muss beachtet werden:

  • Mindestens 10 Stunden zwischen Schichten (statt 11)
  • Kürzung nur mit Ausgleich
  • Nachtarbeit begrenzen

Nachtarbeit

Besonderer Schutz für Nachtarbeiter:

  • Regelmäßige Gesundheitsprüfungen
  • Maximal aufeinanderfolgende Nachtschichten
  • Ausgleich durch Freizeit oder Zuschlag

Schwangere und Stillende

Besondere Schutzvorschriften:

  • Keine Nachtarbeit (22-6 Uhr)
  • Keine Sonn- und Feiertagsarbeit
  • Beschäftigungsverbote beachten

Häufige Fragen

Ja, Bereitschaftsdienst (Anwesenheit am Arbeitsplatz) zählt vollständig als Arbeitszeit. Die Vergütung kann je nach Tarifvertrag gestaffelt sein, aber für die Arbeitszeiterfassung ist die gesamte Zeit relevant. Rufbereitschaft zu Hause zählt nur bei tatsächlichem Einsatz.
In Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen sind unter bestimmten Voraussetzungen (Tarifvertrag/Dienstvereinbarung) Arbeitstage bis zu 24 Stunden möglich – vor allem bei Bereitschaftsdienst. Der Durchschnitt muss aber eingehalten werden, und es gibt Ausgleichsregelungen.
Fahrtzeiten zwischen Kunden sind Arbeitszeit und müssen erfasst werden. Moderne Apps ermöglichen eine separate Kategorie für Fahrzeit. Die erste Fahrt von zu Hause zum ersten Kunden ist meist keine Arbeitszeit – wie bei anderen Berufen der Arbeitsweg.
Krankenhäuser brauchen Systeme, die komplexe Schichtmodelle, Bereitschaftsdienste und Stationsebenen abbilden können. Terminals auf Stationen, mobile Apps für den ambulanten Bereich und Integration mit der Dienstplanung sind wichtig. DSGVO-Konformität ist Pflicht.
Ja, für bestimmte Stationen gelten Personaluntergrenzen (PpUGV). Die Besetzung muss dokumentiert und gemeldet werden. Zeiterfassungssysteme können helfen, indem sie automatisch die Ist-Besetzung aus den Stempelzeiten ermitteln.

Fazit

Die Zeiterfassung im Gesundheitswesen ist komplex, aber unverzichtbar. Sie schützt Mitarbeiter vor Überlastung, weist Pflegeleistungen nach und hilft bei der Einhaltung von Personalschlüsseln. Moderne Systeme, die mobile Erfassung, Schichtplanung und Dienstplanintegration bieten, sind die beste Lösung für Kliniken und Pflegeeinrichtungen.

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