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Zeiterfassung für Freelancer: Praktische Tipps

Zeiterfassung als Freelancer: Tools, Methoden und Tipps für korrekte Abrechnung und bessere Kalkulation.

5 Min. Lesezeit
Freelancer erfasst Projektzeiten am Laptop

Zeiterfassung für Freelancer: Praktische Tipps

Als Freelancer ist Ihre Zeit Ihr Kapital. Gute Zeiterfassung hilft bei der Kundenabrechnung, zeigt Ihren tatsächlichen Stundenlohn – und schützt vor Selbstausbeutung.

Das Wichtigste in Kürze

  • Keine gesetzliche Pflicht, aber sehr empfehlenswert
  • Basis für korrekte Kundenabrechnung
  • Realistische Stundensätze berechnen
  • Auch nicht-abrechenbare Zeit erfassen
  • Einfache Tools nutzen

Warum Zeiterfassung als Freelancer?

Die Vorteile

Zeiterfassung bringt:

VorteilBeschreibung
Korrekte AbrechnungKeine Schätzungen, echte Zahlen
Realistischer StundenlohnWas verdienen Sie wirklich?
Bessere KalkulationKünftige Projekte richtig schätzen
Schutz vor SelbstausbeutungSehen, wie viel Sie arbeiten
KundennachweisTransparenz bei Fragen

Der typische Fehler

Ohne Zeiterfassung:

  • Geschätzt: "Das Projekt waren ca. 20 Stunden"
  • Tatsächlich: 35 Stunden
  • Honorar: 2.000 €
  • Gefühlter Stundenlohn: 100 €/h
  • Tatsächlicher Stundenlohn: 57 €/h
  • Differenz: 43 €/h weniger!

Versteckte Arbeitszeit

Oft vergessen:

  • Kundenkommunikation (E-Mails, Calls)
  • Briefing-Analyse
  • Recherche
  • Korrekturschleifen
  • Verwaltung, Rechnungen schreiben

Zeit smart erfassen

MyTimeTracker macht Zeiterfassung einfach – auch für Freelancer.

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Was erfassen?

Abrechenbare Zeit

Direkte Kundenarbeit:

KategorieBeispiele
Projekt ADesign, Texte, Entwicklung
Projekt BBeratung, Workshops
Projekt CWartung, Support

Nicht-abrechenbare Zeit

Auch erfassen:

  • Akquise – Angebote schreiben
  • Pitches vorbereiten
  • Networking
  • Administration – Buchhaltung
  • Rechnungen
  • Steuer
  • Weiterbildung – Kurse
  • Lesen, Recherche
  • Marketing – Website pflegen
  • Social Media

Granularität

Wie detailliert:

Zu grobSinnvollZu fein
"Arbeit""Kunde X - Webdesign""Icon Größe angepasst"

Methoden und Tools

Timer vs. Nacherfassung

Zwei Ansätze:

MethodeVorteileNachteile
Timer (live)Genau, keine SchätzungKann vergessen werden
NacherfassungFlexibelWeniger genau
KombinationBest of bothMehr Aufwand

Empfohlener Workflow

Praktische Routine:

  • Morgens: Erste Aufgabe, Timer starten
  • Bei Wechsel: Timer stoppen/neu starten
  • Mittag: Pause (nicht vergessen!)
  • Nachmittag: Weitermachen
  • Abends: Tagesübersicht prüfen
  • Wöchentlich: Auswertung

Tool-Optionen

Je nach Bedarf:

ToolGeeignet für
Dedizierte AppProfessionelle Auswertung
Excel/SheetsKostenlos, flexibel
ProjektmanagementMit Todo-Integration
RechnungstoolDirekt zur Rechnung

Professionelle Zeiterfassung

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Stundensatz berechnen

Der echte Stundenlohn

Berechnung:

SchrittBeispiel
Einnahmen Monat6.000 €
Abrechenbare Stunden80 h
Nicht-abrechenbare Stunden40 h
Gesamt gearbeitet120 h
Effektiver Stundenlohn50 €/h

Billable Rate

Wichtige Kennzahl:

  • Abrechenbare Stunden: 80 h
  • Gesamt-Arbeitszeit: 120 h
  • Billable Rate: 80/120 = 67%
  • Gut: 60-70%
  • Sehr gut: 70-80%
  • Zu hoch: >85% (keine Zeit für Akquise)

Kalkulation anpassen

Mit den Daten:

ErkenntnisAktion
Effektiver Lohn zu niedrigStundensatz erhöhen
Viel Non-billable ZeitProzesse optimieren
Bestimmte Kunden unprofitabelKonditionen anpassen
Akquise frisst ZeitBessere Leads qualifizieren

Kundenabrechnung

Stundennachweise

Was Kunden erwarten:

ElementBeispiel
Datum15.01.2026
TätigkeitWebdesign Homepage
Dauer4,5 h
SummeX Stunden × Y €/h

Detailgrad

Kunden unterscheiden sich:

  • Vertrauensvoll: "X Stunden diesen Monat"
  • Normal: Tätigkeiten mit Stunden
  • Detailliert: Genaue Aufschlüsselung
  • Festpreis: Nur Ergebnis zählt

Bei Festpreisen

Auch dann erfassen:

  • War das Projekt profitabel?
  • Kalkulation für ähnliche Projekte
  • Nachverhandlung bei Scope-Änderung
  • Eigene Übersicht

Work-Life-Balance

Überarbeitung erkennen

Zeiterfassung zeigt:

WarnsignalGrenzwert
Wochenarbeitszeit>50 h kritisch
WochenendarbeitRegelmäßig problematisch
AbendarbeitKeine Erholung
Urlaub<4 Wochen/Jahr

Grenzen setzen

Mit Zeitdaten:

  • Max. 45 h/Woche als Ziel
  • Wochenende frei (Ausnahmen selten)
  • Feierabend einhalten
  • Urlaub planen wie Angestellte
  • Krank = Krank (nicht durcharbeiten)

Häufige Fragen

Gesetzlich nicht für sich selbst, aber für die Kundenabrechnung und Ihre eigene Kalkulation ist es unverzichtbar. Nur so wissen Sie, was Sie wirklich verdienen und ob Projekte profitabel sind.
So detailliert, dass Sie Stundennachweise für Kunden erstellen können und Ihre Rentabilität verstehen. Typisch: Pro Kunde und Projekt, mit kurzer Tätigkeitsbeschreibung. Nicht: Jede Minute einzeln.
Unbedingt. Nur so sehen Sie Ihre tatsächliche Arbeitszeit und Ihren echten Stundenlohn. Akquise, Administration und Weiterbildung sind echte Arbeitszeit, auch wenn sie nicht abgerechnet wird.
Auch bei Festpreis-Projekten Zeit erfassen. So lernen Sie, wie lange bestimmte Arbeiten wirklich dauern – und können künftige Projekte besser kalkulieren. Außerdem: Bei Scope-Änderungen haben Sie Verhandlungsgrundlage.
60-70% ist realistisch. Unter 60% läuft zu viel Zeit in Non-billable. Über 80% bedeutet oft, dass Akquise und Weiterbildung zu kurz kommen – das rächt sich langfristig.

Fazit

Zeiterfassung ist für Freelancer kein Overhead – sie ist Grundlage für professionelles Arbeiten. Sie ermöglicht korrekte Abrechnung, zeigt den tatsächlichen Verdienst und schützt vor Selbstausbeutung. Mit der richtigen Routine wird Zeiterfassung zur Gewohnheit – und liefert wertvolle Erkenntnisse für Ihr Business.

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