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Projektbudget überwachen mit Zeiterfassung

Projektbudget im Blick: Wie Zeiterfassung hilft, Kosten zu kontrollieren und Budget-Überschreitungen zu vermeiden.

6 Min. Lesezeit
Projektmanager überwacht Budget mit Zeitdaten

Projektbudget überwachen mit Zeiterfassung

Personalkosten machen oft den größten Teil des Projektbudgets aus. Wer Projektzeiten erfasst, behält die Kosten im Blick – und kann rechtzeitig gegensteuern.

Das Wichtigste in Kürze

  • Zeiterfassung ist Basis für Budget-Controlling
  • Personalkosten = Stunden × Stundensatz
  • Regelmäßiger Soll-Ist-Vergleich wichtig
  • Frühwarnsystem für Überschreitungen
  • Daten für bessere Kalkulation zukünftiger Projekte

Warum Zeiterfassung für Budgets?

Der Zusammenhang

Projektkosten und Zeit:

KostenfaktorZusammenhang mit Zeit
PersonalkostenStunden × Stundensatz
Externe KostenOft stundenbasiert
Interne KostenRessourcenbindung
OpportunitätskostenAlternative Projekte

Typische Kostenstruktur

In vielen Projekten:

  • Personalkosten: 60-80% – Interne Mitarbeiter
  • Externe Berater
  • Sachkosten: 10-20% – Material
  • Lizenzen
  • Sonstiges: 10-20% – Reisen
  • Infrastruktur

Ohne Zeiterfassung

Was passiert:

  • Budget-Status unklar
  • Überschreitungen zu spät erkannt
  • Nachkalkulation unmöglich
  • Künftige Projekte falsch kalkuliert

Projektzeiten erfassen

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Budget-Planung

Stundenbudget kalkulieren

Vor Projektstart:

SchrittBeschreibung
Aufgaben definierenWas muss getan werden?
Aufwand schätzenWie viele Stunden?
Ressourcen planenWer arbeitet daran?
Puffer einplanenReserve für Unvorhergesehenes

Beispielkalkulation

Projekt-Stundenkalkulation:

  • Konzeption: 40 h × 120 €/h = 4.800 €
  • Entwicklung: 200 h × 100 €/h = 20.000 €
  • Design: 60 h × 90 €/h = 5.400 €
  • Testing: 40 h × 80 €/h = 3.200 €
  • Projektmanagement: 60 h × 110 €/h = 6.600 €
  • Puffer (15%): 60 h = 6.000 €
  • Gesamt: 460 h / 46.000 €

Meilensteine und Budget

Budget auf Phasen verteilen:

PhaseStundenBudgetKumuliert
Konzeption40 h4.800 €10%
Design60 h5.400 €22%
Entwicklung200 h20.000 €66%
Testing40 h3.200 €73%
Launch60 h6.600 €87%
Puffer60 h6.000 €100%

Laufende Überwachung

Soll-Ist-Vergleich

Regelmäßig prüfen:

KennzahlBerechnung
Verbrauchte StundenSumme gebuchter Zeiten
Verbrauchtes BudgetStunden × Stundensätze
RestbudgetGeplant - Verbraucht
Projektfortschritt% der Aufgaben erledigt
Budget-AusnutzungVerbraucht / Geplant × 100

Earned Value Management

Professionelles Controlling:

  • PV (Planned Value): Geplantes Budget für Zeitpunkt
  • EV (Earned Value): Wert der erledigten Arbeit
  • AC (Actual Costs): Tatsächliche Kosten
  • SV (Schedule Variance): EV - PV (Terminabweichung)
  • CV (Cost Variance): EV - AC (Kostenabweichung)
  • SPI: EV / PV (Termineffizienz)
  • CPI: EV / AC (Kosteneffizienz)

Frühwarnsystem

Wann Alarm schlagen:

SituationWarnstufe
>10% über BudgetGelb
>20% über BudgetOrange
>30% über BudgetRot
Trend steigendZusätzliche Warnung

Budget-Übersicht in Echtzeit

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Maßnahmen bei Überschreitung

Ursachen analysieren

Warum läuft das Budget davon:

  • Schätzung zu optimistisch
  • Scope Creep (Mehraufwand durch neue Anforderungen)
  • Technische Probleme
  • Ressourcen weniger produktiv als geplant
  • Externe Abhängigkeiten
  • Änderungswünsche des Kunden

Gegensteuern

Optionen:

MaßnahmeWann sinnvoll
Scope reduzierenFeatures streichen/verschieben
Mehr RessourcenZeitkritisch, Budget vorhanden
Budget erhöhenMit Kunde verhandeln
Effizienz steigernProzesse optimieren
Projekt stoppenWenn Fortführung nicht lohnt

Mit Kunden sprechen

Bei Budgetproblemen:

  • Transparent kommunizieren
  • Ursachen erklären
  • Optionen aufzeigen
  • Gemeinsam Lösung finden
  • Schriftlich dokumentieren

Auswertung und Reporting

Projekt-Reports

Was auswerten:

ReportInhalt
WöchentlichStundenverbrauch, Fortschritt
MonatlichBudget-Status, Prognose
MeilensteinPhase abgeschlossen? Im Budget?
ProjektendeNachkalkulation

Visualisierung

Übersichtlich darstellen:

  • Balkendiagramm: Budget vs. Ist
  • Burn-down-Chart: Restbudget über Zeit
  • Ampelstatus: Rot/Gelb/Grün
  • Trend-Linie: Hochrechnung bis Ende

Nachkalkulation

Nach Projektende:

FrageErkenntnisgewinn
Gesamtkosten vs. BudgetWie genau war die Schätzung?
Abweichungen pro PhaseWo lag die Schätzung daneben?
Lessons LearnedWas nächstes Mal besser?

Für zukünftige Projekte lernen

Datenbank aufbauen

Historische Daten sammeln:

  • Aufwand pro Aufgabentyp
  • Abweichungen und Gründe
  • Produktivitätskennzahlen
  • Risikofaktoren

Schätzungen verbessern

Mit Erfahrungswerten:

  • Ähnliche Projekte analysieren
  • Durchschnittswerte bilden
  • Komplexitätsfaktoren berücksichtigen
  • Risikozuschläge einplanen
  • Bottom-up und Top-down vergleichen

Häufige Fragen

Detailliert genug für aussagekräftige Auswertungen, aber nicht so detailliert, dass der Erfassungsaufwand zu hoch wird. Typisch: Erfassung auf Aufgaben- oder Arbeitspakete-Ebene, nicht auf Einzelminuten.
Bei aktiven Projekten wöchentlich. Bei kritischen Projekten oder Budgetproblemen täglich. Mindestens zu jedem Meilenstein und bei wesentlichen Änderungen.
Ursachen analysieren, mit dem Kunden sprechen. Optionen: Budget erhöhen, Scope reduzieren, oder das Projekt abbrechen. Nicht: Stillschweigend weiterarbeiten ohne Einigung.
Kalkulieren Sie interne Stundensätze auf Basis von Gehalt, Nebenkosten, Gemeinkosten und Auslastung. Ein Mitarbeiter mit 50.000 € Jahresgehalt kostet Sie vielleicht 70-80 €/h effektive Projektzeit.
Ja, unbedingt. Typisch sind 10-20% je nach Projektunsicherheit. Der Puffer fängt Unvorhergesehenes auf und macht die Planung realistischer. Bei agilen Projekten: Puffer pro Sprint.

Fazit

Projektbudget-Überwachung beginnt mit guter Zeiterfassung. Wer die Stunden kennt, kennt die Kosten. Regelmäßiger Soll-Ist-Vergleich macht Abweichungen früh sichtbar – dann bleibt Zeit zum Gegensteuern. Und nach dem Projekt liefern die Daten wertvolle Erkenntnisse für bessere Schätzungen beim nächsten Mal.

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