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Zeiterfassung automatisieren: Regeln und Möglichkeiten

Automatische Zeiterfassung: Welche Automatisierungen sinnvoll sind und was zu beachten ist.

5 Min. Lesezeit
Automatisierte Zeiterfassung

Zeiterfassung automatisieren: Regeln und Möglichkeiten

Weniger manuell, mehr automatisch – wo Automatisierung hilft und wo nicht.

Das Wichtigste in Kürze

  • Automatisierung reduziert Aufwand und Fehler
  • Nicht alles kann/sollte automatisiert werden
  • Regeln ersetzen manuelle Eingabe
  • Mitarbeiter müssen Ergebnisse prüfen können
  • Balance zwischen Komfort und Kontrolle

Was automatisiert werden kann

Typische Automatisierungen

Möglichkeiten:

AutomatisierungBeispiel
PausenabzugAutomatisch 30 Min. nach 6h
RundungAuf 5/15 Minuten runden
ProjektzuordnungStandard-Projekt je Abteilung
ArbeitszeitkontoSaldo automatisch berechnen
WarnungenBei Überschreitungen

Regel-basierte Buchungen

Wie es funktioniert:

  • Wenn-Dann-Regeln – Wenn >6h, dann -30 Min. Pause
  • Standard-Werte – Automatische Projektzuordnung
  • Berechnung – Überstunden automatisch
  • Benachrichtigungen – E-Mail bei Abweichungen
  • Workflow – Automatische Genehmigungen

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Automatischer Pausenabzug

Varianten

Wie Pausen abziehen:

MethodeFunktionsweise
FixImmer X Minuten ab Y Stunden
Gestaffelt30 Min. ab 6h, 45 Min. ab 9h
ZeitfensterIn bestimmter Zeit automatisch
ManuellMitarbeiter bucht selbst

Vor- und Nachteile

Abwägen:

  • Vorteile – Weniger Buchungsaufwand
  • Compliance sichergestellt
  • Einheitlich für alle
  • Nachteile – Realität kann abweichen
  • Flexibilität eingeschränkt
  • Ggf. unfair bei kürzeren Pausen
  • Empfehlung – Mindestpause automatisch, Mehrpause manuell

Rundungsregeln

Optionen

Wie runden:

RegelBeispiel
Auf 5 Min.8:07 → 8:05 oder 8:10
Auf 15 Min.8:07 → 8:00 oder 8:15
KaufmännischAb .5 aufrunden
ArbeitnehmerfreundlichImmer aufrunden
ArbeitgeberfreundlichImmer abrunden

Rechtliche Hinweise

Was beachten:

  • Neutralität – Über Zeit ausgeglichen
  • Einseitig abrunden – Problematisch
  • Transparenz – Regel bekannt machen
  • Betriebsvereinbarung – Oft geregelt
  • Empfehlung – Kaufmännisch oder arbeitnehmerfreundlich

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Automatische Projektzuordnung

Möglichkeiten

Wie zuordnen:

MethodeBeispiel
Standard-ProjektJede Abteilung ein Projekt
Nach StandortBüro A = Projekt A
Nach ZeitVormittag = Projekt X
Nach KalenderTermin = Projekt

Grenzen

Was nicht automatisch geht:

  • Wechselnde Projekte – Mensch muss entscheiden
  • Unvorhersehbares – Ad-hoc-Aufgaben
  • Mehrere Projekte gleichzeitig – Aufteilung manuell
  • Ausnahmen – Immer möglich

Warnungen und Benachrichtigungen

Automatische Alerts

Wann benachrichtigen:

TriggerAktion
10h überschrittenWarnung an MA und Vorgesetzten
Fehlende BuchungErinnerung an MA
Ruhezeit unterschrittenAlarm
Überstunden-GrenzeInfo an HR
MonatsabschlussErinnerung an alle

Eskalationsstufen

Wie eskalieren:

  • Stufe 1: Hinweis – An Mitarbeiter
  • Stufe 2: Erinnerung – An Mitarbeiter + Vorgesetzten
  • Stufe 3: Warnung – An HR
  • Stufe 4: Alarm – An Geschäftsleitung
  • Konfigurierbar – Je nach Verstoß-Art

Grenzen der Automatisierung

Was nicht automatisieren

Menschliche Entscheidung nötig:

BereichWarum manuell
GenehmigungenBeurteilung nötig
AusnahmenEinzelfallentscheidung
KorrekturenPrüfung sinnvoll
KonflikteKlärung erforderlich

Balance finden

Empfehlung:

  • Automatisch – Routineberechnungen
  • Standardwerte
  • Benachrichtigungen
  • Manuell mit Unterstützung – Projektzuordnung
  • Korrekturanträge
  • Rein manuell – Genehmigungen
  • Ausnahmeregelungen
  • Prüfbar – MA kann Ergebnis sehen/ändern

Häufige Fragen

Ja, wenn es transparent ist und die gesetzlichen Mindestpausen eingehalten werden. Der automatische Abzug der Mindestpause (30 Min. ab 6h) ist üblich und rechtmäßig. Problematisch wird es, wenn mehr abgezogen wird, als tatsächlich Pause gemacht wurde.
Gute Systeme erlauben Korrekturen. Wenn die Automatisierung ein falsches Ergebnis liefert, sollten Sie es korrigieren können (per Korrekturantrag). Die Regel sollte auch anpassbar sein, wenn sie systematisch falsch ist.
Wenn systematisch abgerundet wird, könnte das ein Problem sein – Sie werden dann faktisch nicht für alle Arbeitszeit bezahlt. Neutrale Rundung (kaufmännisch) oder arbeitnehmerfreundliche Rundung sind rechtlich sicherer.
So viel wie nötig, so wenig wie möglich. Automatisierung soll Aufwand reduzieren, nicht die Realität verzerren. Wenn die automatische Buchung regelmäßig korrigiert werden muss, ist die Regel falsch. Testen Sie Regeln vor dem Rollout.
Teilweise möglich – z.B. automatische Genehmigung von Standardbuchungen unter bestimmten Bedingungen. Bei Abweichungen, Überstunden oder besonderen Buchungen sollte aber ein Mensch prüfen. Volle Automatisierung bei Genehmigungen ist riskant.

Fazit

Automatisierung macht Zeiterfassung effizienter und reduziert Fehler. Pausenabzug, Rundung und Berechnungen können regelbasiert erfolgen. Warnungen und Benachrichtigungen helfen bei der Überwachung. Aber: Nicht alles sollte automatisiert werden. Genehmigungen, Ausnahmen und Korrekturen brauchen menschliche Entscheidung. Die beste Automatisierung ist unsichtbar für den Nutzer – sie macht das Richtige automatisch, lässt aber Eingriffe zu.

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