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Zeiterfassung für Teams: Worauf es ankommt

Zeiterfassung für Teams: Wichtige Funktionen, Auswahlkriterien und Tipps für die Teamarbeit. Worauf Sie bei der Auswahl achten sollten.

6 Min. Lesezeit
Team bei der gemeinsamen Arbeit

Zeiterfassung für Teams: Worauf es ankommt

Zeiterfassung im Team ist mehr als die Summe der Einzelerfassungen. Es geht um Transparenz, Koordination und gemeinsame Auswertungen. Welche Funktionen braucht eine gute Team-Zeiterfassung?

Das Wichtigste in Kürze

  • Team-Zeiterfassung braucht gemeinsame Übersicht und individuelle Erfassung
  • Rollen und Berechtigungen sind entscheidend für Datenschutz
  • Abwesenheitsmanagement gehört zur Team-Koordination
  • Auswertungen auf Team-Ebene ermöglichen bessere Planung
  • Einfache Bedienung fördert Akzeptanz im ganzen Team

Anforderungen an Team-Zeiterfassung

Unterschied zur Einzelnutzung

AspektEinzelnutzerTeam
ÜbersichtNur eigene ZeitenAlle Teammitglieder
RechteVoller ZugriffAbgestufte Berechtigungen
AuswertungPersönlichTeam-/Abteilungs-Ebene
KoordinationNicht nötigAbwesenheiten, Projekte
AdministrationSelbstverwaltungZentrale Verwaltung

Kernfunktionen

Muss-Funktionen:

  • Individuelle Zeiterfassung pro Mitarbeiter
  • Team-Übersicht für Führungskräfte
  • Abwesenheitsverwaltung
  • Grundlegende Auswertungen
  • Export für Lohnbuchhaltung

Kann-Funktionen:

  • Projektzeiterfassung
  • Schichtplanung
  • Genehmigungsworkflows
  • Mobile App
  • Integrationen

Rollen und Berechtigungen

Typische Rollen

RolleRechte
MitarbeiterEigene Zeiten erfassen und sehen
TeamleiterTeam-Übersicht, Genehmigungen
HR/PersonalAlle Mitarbeiter, Auswertungen
AdminVollzugriff, Konfiguration
GeschäftsführungÜberblick, keine Details

Datenschutz beachten

Prinzip: Jeder sieht nur, was er für seine Aufgabe braucht.

Beispiele:

  • Teamleiter sieht Team, nicht andere Abteilungen
  • Mitarbeiter sieht nicht die Zeiten der Kollegen
  • HR sieht keine Projektzuordnung (nur Arbeitszeit)

Flexible Rechtevergabe

Anforderung: Rollen sollten konfigurierbar sein, nicht starr.

Warum: Jedes Unternehmen hat eigene Strukturen und Anforderungen.

Hinweis

Datenschutz ist nicht nur rechtlich geboten, sondern fördert auch die Akzeptanz. Mitarbeiter wollen wissen, wer was sieht – und dass es begrenzt ist.

Team-Übersicht

Was sollte sichtbar sein?

Für Teamleiter:

  • Wer ist heute da?
  • Wer ist im Urlaub/krank?
  • Überstunden-Salden
  • Projektzuordnung (falls relevant)

Für HR:

  • Fehlzeiten-Übersicht
  • Urlaubsrestbestände
  • Zu genehmigende Anträge

Dashboard-Elemente

Nützlich:

  • Anwesenheitsliste (heute)
  • Kalender (Woche/Monat)
  • Ampelfarben für Probleme
  • Schnellaktionen (genehmigen, ablehnen)

Echtzeit vs. Tagesbasis

Echtzeit: Sofort sehen, wer gerade arbeitet.

Tagesbasis: Daten nach Tagesabschluss.

Empfehlung: Für die meisten Teams reicht Tagesbasis. Echtzeit ist für Schichtbetrieb und Produktionsumgebungen wichtig.

Abwesenheitsmanagement

Warum gehört es dazu?

Integration wichtig:

  • Abwesenheiten beeinflussen Arbeitszeit
  • Urlaubstage werden vom Konto abgezogen
  • Team-Kalender zeigt alle Abwesenheiten

Typische Abwesenheitsarten

  • Urlaub
  • Krankheit
  • Elternzeit
  • Fortbildung
  • Gleittag
  • Sonderurlaub

Genehmigungsworkflow

Typischer Ablauf:

  1. Mitarbeiter stellt Antrag
  2. Vorgesetzter erhält Benachrichtigung
  3. Vorgesetzter genehmigt/lehnt ab
  4. Mitarbeiter wird informiert
  5. Kalender wird aktualisiert

Team-Kalender

Funktionen:

  • Alle Abwesenheiten auf einen Blick
  • Filter nach Team/Abteilung
  • Konfliktanzeige (zu viele gleichzeitig)
  • Export/Synchronisation

Tipp

Ein guter Team-Kalender verhindert Engpässe: Wenn alle sehen, wer wann weg ist, koordinieren sich Teams teilweise selbst.

Projektzeiterfassung im Team

Gemeinsame Projekte

Anforderungen:

  • Alle Teammitglieder buchen auf gleiche Projekte
  • Auswertung: Wer hat wie viel gearbeitet?
  • Budget-Übersicht für Projektleiter

Projektstruktur

Typisch:

  • Arbeitspaket/Phase – Tätigkeit

Beispiel:

  • Konzeption – Anforderungsanalyse
  • Design – Mockups erstellen
  • Entwicklung – Frontend
  • Backend

Projekt-Rechte

Optionen:

  • Alle Mitarbeiter → Alle Projekte
  • Mitarbeiter → Zugewiesene Projekte
  • Projektleiter → Übersicht über „seine" Projekte

Auswertungen

Team-Auswertungen

AuswertungNutzen
AnwesenheitsübersichtWer war wann da?
Überstunden-ReportSalden pro Mitarbeiter
Fehlzeiten-StatistikKrankheits-/Urlaubstage
ProjektauswertungAufwand pro Projekt
KapazitätsplanungVerfügbare Stunden

Vergleiche

Nützlich:

  • Ist-Stunden vs. Soll-Stunden
  • Diesen Monat vs. Vormonat
  • Abteilung A vs. Abteilung B

Export und Integration

Wichtig für Teams:

  • Export für Lohnbuchhaltung (DATEV etc.)
  • Schnittstellen zu anderen Systemen
  • Automatische Reports per E-Mail

Akzeptanz im Team

Erfolgsfaktoren

Einfache Bedienung: Wenn es kompliziert ist, wird es nicht genutzt.

Mobile Verfügbarkeit: App für unterwegs und Außendienst.

Transparenz: Mitarbeiter verstehen, wozu es dient.

Fairness: Gleiches System für alle (auch Führungskräfte).

Einführung planen

Schritte:

  1. Pilotgruppe testen lassen
  2. Feedback einholen und anpassen
  3. Schulung für alle
  4. Sanfter Start (Toleranz für Fehler)
  5. Regelmäßiges Feedback

Widerstände

Typische Einwände:

  • „Das ist Überwachung"
  • „Habe keine Zeit dafür"
  • „Vertrauen Sie mir nicht?"

Antworten:

  • Gesetzliche Pflicht erklären
  • Nutzen für Mitarbeiter zeigen (Überstundennachweis)
  • Datenschutz erklären

Tipp

Die Einführung ist oft wichtiger als die Software selbst. Investieren Sie Zeit in Kommunikation und Schulung – es zahlt sich aus.

Auswahlkriterien

Checkliste für Teams

Basisfunktionen: ☐ Individuelle Zeiterfassung ☐ Team-Übersicht für Führungskräfte ☐ Abwesenheitsverwaltung ☐ Berechtigungssystem

Bedienung: ☐ Web-Oberfläche ☐ Mobile App ☐ Einfache Erfassung (< 30 Sekunden)

Auswertungen: ☐ Standard-Reports ☐ Export (Excel, CSV) ☐ Lohnbuchhaltungs-Export

Technik: ☐ Cloud-basiert (oder on-premise) ☐ Datensicherheit (Hosting in Deutschland) ☐ Support in deutscher Sprache

Größe des Teams

TeamgrößeAnforderungen
2-10Einfache Lösung, schneller Start
10-50Abteilungsstruktur, mehr Auswertungen
50-200Komplexe Berechtigungen, Integrationen
200+Enterprise-Funktionen, Skalierbarkeit

Preis

Modelle:

  • Pro Nutzer/Monat
  • Pauschal für Team
  • Kostenlos (limitiert)

Typische Preise:

  • 3-10 € pro Nutzer/Monat
  • Oft günstiger bei jährlicher Zahlung
  • Oft teurer bei Enterprise-Features

Verbreitete Fehler

Fehler 1: Zu komplexe Lösung

Problem: Software kann alles, aber niemand nutzt es.

Lösung: Mit Kernfunktionen starten, später erweitern.

Fehler 2: Keine klaren Regeln

Problem: Jeder erfasst anders.

Lösung: Richtlinie erstellen (wann, wie, was erfassen).

Fehler 3: Führungskräfte ausgenommen

Problem: „Die müssen das nicht machen" → Akzeptanz sinkt.

Lösung: Alle erfassen, keine Ausnahmen.

Fehler 4: Kein Support

Problem: Fragen bleiben unbeantwortet, Frustration wächst.

Lösung: Internen Ansprechpartner benennen, Anbieter-Support nutzen.

Häufige Fragen zur Team-Zeiterfassung

Das hängt von den Berechtigungen ab. Standardmäßig sollte jeder nur seine eigenen Zeiten sehen. Teamleiter sehen ihr Team. Wer was sieht, sollte klar definiert und kommuniziert sein – das fördert Vertrauen und Datenschutz.
Einfache Bedienung ist der wichtigste Faktor. Dazu: klare Regeln, Führungskräfte als Vorbild, regelmäßige Erinnerung bei fehlenden Buchungen. Manche Teams nutzen auch spielerische Elemente (Vollständigkeits-Ranking).
Nein, im Gegenteil: Eine unternehmensweite Lösung ist meist besser. Sie ermöglicht übergreifende Auswertungen, einheitliche Prozesse und einfachere Administration. Teams können durch Berechtigungen getrennt werden.
Zeiterfassung ist Pflicht – für Arbeitnehmer Teil der Arbeitspflicht. Zunächst das Gespräch suchen und Bedenken klären. Bei dauerhafter Verweigerung sind arbeitsrechtliche Maßnahmen möglich (Abmahnung, im Extremfall Kündigung).

Fazit

Zeiterfassung für Teams erfordert mehr als Einzelplatz-Software: Rollen und Berechtigungen, Team-Übersichten, Abwesenheitsmanagement und gemeinsame Auswertungen. Die Akzeptanz im Team entscheidet über den Erfolg – investieren Sie daher in Einführung und Kommunikation.

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