Projektzeiterfassung Software: Die besten Lösungen
Projekte ohne Zeiterfassung sind wie Fliegen ohne Instrumente: Man weiß nie genau, wo man steht. Die richtige Software macht den Unterschied zwischen profitablen und unprofitablen Projekten.
Das Wichtigste in Kürze
- Projektzeiterfassung geht über normale Zeiterfassung hinaus
- Die Software sollte Projekte, Aufgaben und Kunden abbilden können
- Integration mit Projektmanagement-Tools spart doppelte Arbeit
- Auswertungen zeigen Profitabilität und Ressourcenauslastung
- Mobile Erfassung ist für viele Teams unverzichtbar
Was unterscheidet Projektzeiterfassung?
Normale Zeiterfassung vs. Projektzeit
| Aspekt | Normale Zeiterfassung | Projektzeiterfassung |
|---|---|---|
| Fokus | Arbeitszeit gesamt | Zeit pro Projekt |
| Zuordnung | Mitarbeiter | Mitarbeiter + Projekt + Aufgabe |
| Auswertung | Überstunden, Anwesenheit | Profitabilität, Aufwand |
| Nutzen | Compliance | Controlling, Abrechnung |
Wer braucht Projektzeiterfassung?
Besonders relevant für:
- Agenturen und Beratungen
- IT-Unternehmen
- Ingenieurbüros
- Rechtsanwälte und Steuerberater
- Handwerksbetriebe mit Projekten
- Jedes Unternehmen, das auf Stundenbasis abrechnet
Weniger relevant für:
- Reine Produktionsbetriebe
- Handel ohne Dienstleistungen
- Unternehmen ohne Projektstruktur
Kernfunktionen im Überblick
Projektstruktur
Hierarchie:
- Projekt – Phase/Meilenstein
- Aufgabe
Beispiel:
- Website Relaunch – Phase 1: Konzeption
- Workshop Anforderungen
- Wireframes erstellen
- Phase 2: Design
- Design Homepage
- Design Unterseiten
Zeitbuchung
Methoden:
- Timer starten/stoppen
- Nachträgliche Eingabe
- Automatische Erfassung (bei Integration)
Pflichtfelder:
- Projekt
- Datum
- Dauer
- Optional: Aufgabe, Beschreibung
Stundensätze
Möglichkeiten:
- Pro Mitarbeiter (Seniorität)
- Pro Projekt (Kundenvereinbarung)
- Pro Aufgabentyp (Entwicklung vs. Meeting)
Beispiel-Staffelung:
| Level | Interner Satz | Externer Satz |
|---|---|---|
| Junior | 50 €/Std. | 80 €/Std. |
| Senior | 80 €/Std. | 120 €/Std. |
| Expert | 100 €/Std. | 150 €/Std. |
Budgetierung
Funktionen:
- Budget pro Projekt (Stunden oder Euro)
- Warnungen bei Überschreitung
- Restbudget-Anzeige
- Prognose bis Projektende
Tipp
Richten Sie Warnungen bei 70% und 90% Budgetauslastung ein. So können Sie rechtzeitig mit dem Kunden sprechen, bevor das Budget überschritten ist.
Auswertungen und Reports
Projekt-Reports
Wichtige Kennzahlen:
- Gebuchte Stunden pro Projekt
- Kosten (interne Stundensätze)
- Umsatz (externe Stundensätze)
- Profitabilität (Umsatz - Kosten)
- Restbudget
Beispiel-Report:
| Projekt | Budget | Gebucht | Verbleibend | Status |
|---|---|---|---|---|
| Website Müller | 100 Std. | 72 Std. | 28 Std. | 🟡 72% |
| App Schmidt | 200 Std. | 45 Std. | 155 Std. | 🟢 23% |
| Portal Weber | 80 Std. | 95 Std. | -15 Std. | 🔴 119% |
Mitarbeiter-Reports
Auswertungen:
- Auslastung pro Mitarbeiter
- Verteilung auf Projekte
- Fakturierbare vs. nicht-fakturierbare Zeit
- Überstunden
Kunden-Reports
Für die Abrechnung:
- Stundennachweise pro Kunde
- Tätigkeitsbeschreibungen
- Summen nach Aufgabentyp
Integration mit anderen Tools
Projektmanagement
Gängige Integrationen:
- Jira (für IT-Teams)
- Asana
- Monday.com
- Trello
- Notion
Nutzen:
- Aufgaben aus PM-Tool übernehmen
- Zeit direkt zur Aufgabe buchen
- Keine doppelte Pflege
Buchhaltung
Schnittstellen:
- DATEV
- Lexware
- SevDesk
Datenaustausch:
- Stundennachweise für Rechnungserstellung
- Kostenstellenzuordnung
Kalender
Integration mit:
- Google Calendar
- Outlook
Funktion:
- Termine als Zeitbuchung vorschlagen
- Meeting-Zeit automatisch erfassen
Auswahlkriterien
Muss-Kriterien
☐ Projekt-/Aufgabenstruktur ☐ Flexible Stundensätze ☐ Budget-Tracking ☐ Export für Abrechnung ☐ Mobile App ☐ Einfache Bedienung
Kann-Kriterien
☐ Integration Projektmanagement-Tool ☐ Automatischer Timer ☐ Rechnungserstellung ☐ Ressourcenplanung ☐ Mehrbenutzerfähigkeit in Echtzeit
Fragen vor der Entscheidung
-
Wie viele Projekte laufen parallel? Bei vielen Projekten ist gute Navigation wichtig.
-
Wer bucht die Zeiten? Alle Mitarbeiter oder nur Projektleiter?
-
Wie detailliert muss es sein? Nur Projektsummen oder einzelne Aufgaben?
-
Wird auf Stundenbasis abgerechnet? Dann sind Stundennachweise für Kunden wichtig.
-
Gibt es ein bestehendes PM-Tool? Integration spart doppelte Arbeit.
Hinweis
Die beste Software ist die, die auch genutzt wird. Priorisieren Sie Benutzerfreundlichkeit über Features, die niemand braucht.
Implementierung
Phase 1: Vorbereitung (Woche 1)
Aufgaben:
- Anforderungen dokumentieren
- 2-3 Anbieter testen
- Entscheidung treffen
Wichtig: Binden Sie ein Pilotteam in die Auswahl ein.
Phase 2: Setup (Woche 2)
Aufgaben:
- Projektstruktur anlegen
- Stundensätze definieren
- Mitarbeiter einladen
- Integrationen verbinden
Phase 3: Pilotphase (Woche 3-4)
Aufgaben:
- Kleines Team testet produktiv
- Feedback sammeln
- Anpassungen vornehmen
Phase 4: Rollout (ab Woche 5)
Aufgaben:
- Alle Mitarbeiter schulen
- Alte Systeme abschalten
- Support bereitstellen
Erfolgsfaktoren
Was funktioniert:
- Führungskräfte gehen voran
- Klare Buchungsregeln
- Schnelle Erfassung ermöglichen
- Regelmäßige Auswertungen nutzen
Was scheitert:
- Zu komplizierte Strukturen
- Keine Konsequenz bei Nichtbuchung
- Fehlende Kommunikation des Nutzens
Kosten und ROI
Typische Preise
| Anbietertyp | Preis pro Nutzer/Monat |
|---|---|
| Einfache Tools | 5-10 € |
| Professionelle Lösungen | 10-20 € |
| Enterprise/All-in-One | 20-40 € |
ROI-Berechnung
Kosten-Nutzen-Beispiel (20 Mitarbeiter):
Kosten:
- Software: 200 €/Monat
- Einführung: einmalig 2.000 €
Nutzen:
- Bessere Abrechnung: +2% mehr fakturierbare Stunden
- Bei 160.000 € Monatsumsatz: +3.200 €/Monat
- Zeitersparnis Projektleiter: 5 Std./Monat = 250 €
ROI: Ca. 3.000 € Nettonutzen pro Monat
Best Practices
Für die tägliche Nutzung
Regeln etablieren:
- Täglich buchen (nicht am Monatsende)
- Beschreibungen hinzufügen (für Kunden)
- Timer bei Unterbrechung pausieren
Unterstützung bieten:
- Favoriten/Schnellauswahl
- Mobile App für unterwegs
- Erinnerungen bei fehlenden Buchungen
Für Auswertungen
Regelmäßig prüfen:
- Wöchentlich: Budgetstatus aller Projekte
- Monatlich: Profitabilität, Auslastung
- Quartalsweise: Trends, Nachkalkulation
Entscheidungen ableiten:
- Unrentable Projekte analysieren
- Ressourcen besser verteilen
- Preise anpassen
Häufige Fragen zur Projektzeiterfassung
Fazit
Projektzeiterfassung ist mehr als Compliance – sie ist ein Controlling-Instrument für profitable Projekte. Die richtige Software macht die Erfassung einfach, liefert aussagekräftige Auswertungen und integriert sich in bestehende Workflows. Investieren Sie in eine Lösung, die zu Ihrer Arbeitsweise passt.
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