Multi-Projekt-Zeiterfassung: Mehrere Projekte managen
Die meisten Wissensarbeiter jonglieren mehrere Projekte gleichzeitig. Die Zeiterfassung wird dabei zur Herausforderung: Wie erfasst man effizient, wenn man ständig zwischen Projekten wechselt? Dieser Artikel zeigt Strategien für die Multi-Projekt-Zeiterfassung.
Das Wichtigste in Kürze
- Häufiges Projektwechseln kostet Zeit und Genauigkeit
- Timer-basierte Erfassung ist bei vielen Projekten am besten
- Projektfavoriten und Shortcuts beschleunigen das Buchen
- Regelmäßige Zeitblöcke pro Projekt sind effizienter als ständiges Wechseln
- Übersichtliche Dashboards zeigen die Zeitverteilung
Die Herausforderung
Typisches Szenario
Ein Arbeitstag könnte so aussehen:
| Zeit | Tätigkeit |
|---|---|
| 9:00-9:30 | E-Mails (mehrere Projekte) |
| 9:30-10:30 | Projekt A: Konzept |
| 10:30-10:45 | Projekt B: Kurze Rückfrage |
| 10:45-11:00 | Projekt C: Meeting-Vorbereitung |
| 11:00-12:00 | Projekt C: Meeting |
| 12:00-12:30 | Mittagspause |
| 12:30-13:00 | Projekt A: E-Mail-Antwort |
| 13:00-15:00 | Projekt B: Entwicklung |
| 15:00-15:30 | Projekt D: Kick-off |
| 15:30-17:00 | Projekt A: Weiterarbeit |
Probleme ohne System
- Vergessene Wechsel
- Ungenauigkeit bei kurzen Intervallen
- Overhead durch ständiges Umbuchen
- Verlust des Überblicks
Erfassungsstrategien
Strategie 1: Timer mit Projektwechsel
Funktionsweise:
- Timer für aktives Projekt läuft
- Bei Wechsel: Timer stoppen, neuen starten
- Automatische Zeiterfassung
Vorteile:
- Hohe Genauigkeit
- Keine Schätzung nötig
- Dokumentiert Wechsel
Nachteile:
- Erfordert Disziplin
- Viele kurze Einträge möglich
- Bei Vergessenheit ungenau
Strategie 2: Zeitblöcke planen
Funktionsweise:
- Feste Zeitblöcke pro Projekt planen
- Innerhalb des Blocks nur an einem Projekt arbeiten
- Weniger Wechsel = weniger Buchungen
Beispiel:
- 9:00-12:00: Projekt A
- 13:00-15:00: Projekt B
- 15:00-17:00: Projekt C
Vorteile:
- Weniger Kontextwechsel
- Einfachere Erfassung
- Höhere Produktivität
Nachteile:
- Nicht immer möglich
- Erfordert Planung
- Unterbrechungen stören
Schnell zwischen Projekten wechseln
MyTimeTracker macht den Projektwechsel mit einem Klick – Timer inklusive.
- Sofort einsatzbereit
- DSGVO-konform
- Keine Einrichtung nötig
Strategie 3: Tages-Rekonstruktion
Funktionsweise:
- Während des Tages Notizen machen
- Am Ende des Tages Zeiten zuordnen
- Basierend auf Kalender, E-Mails, etc.
Vorteile:
- Weniger Unterbrechung beim Arbeiten
- Gesamtübersicht am Tagesende
Nachteile:
- Geringere Genauigkeit
- Details gehen verloren
- Mehr Aufwand beim Rekonstruieren
Strategie 4: Hybrid-Ansatz
Funktionsweise:
- Große Blöcke mit Timer erfassen
- Kleine Unterbrechungen am Ende verteilen
- Flexibel nach Situation
Empfehlung:
- Timer für Hauptprojekte
- Sammelkategorie für Kleinkram
- Tägliche Nachbearbeitung
Technische Hilfsmittel
Projektfavoriten
Die wichtigsten Projekte immer griffbereit:
- Favoriten-Funktion in der Software
- Schnellzugriff auf aktive Projekte
- Archivierung abgeschlossener Projekte
Tastenkürzel
Beschleunigen das Buchen:
| Aktion | Beispiel-Shortcut |
|---|---|
| Timer starten | Strg+Shift+S |
| Timer stoppen | Strg+Shift+P |
| Projekt wechseln | Strg+1, Strg+2, etc. |
| Neue Buchung | Strg+N |
Widgets und Schnellzugriff
- Desktop-Widget für Timer
- Taskleisten-Integration
- Browser-Extension
- Smartphone-Widget
Integrationen
Automatische Erfassung durch:
- Kalender-Integration (Meetings)
- Projektmanagement-Tools (Jira, Asana)
- IDE-Plugins (für Entwickler)
- Browser-Tracking (mit Vorsicht)
Umgang mit Unterbrechungen
Kurze Unterbrechungen (<15 min)
Bei sehr kurzen Unterbrechungen:
- Option A: Nicht separat buchen, beim Hauptprojekt lassen
- Option B: Auf Sammelkategorie buchen
- Option C: Nachträglich verteilen
Empfehlung: Bei weniger als 15 Minuten lohnt sich oft kein separater Eintrag.
Meetings mit mehreren Projekten
Wenn ein Meeting mehrere Projekte betrifft:
- Auf das Hauptprojekt buchen
- Oder anteilig aufteilen
- Oder auf „Internes" buchen
E-Mails und Kommunikation
E-Mails sind oft projektübergreifend:
- Festen Zeitblock für E-Mails einplanen
- Auf Sammelkategorie „Kommunikation" buchen
- Oder prozentual auf aktive Projekte verteilen
Zeitverteilung analysieren
Übersicht behalten
Wichtige Fragen:
- Wie viel Zeit geht in welches Projekt?
- Stimmt die Verteilung mit der Planung überein?
- Gibt es Projekte, die zu kurz kommen?
Dashboard-Ansichten
Nützliche Visualisierungen:
| Ansicht | Nutzen |
|---|---|
| Tortendiagramm | Prozentuale Verteilung |
| Balkendiagramm | Vergleich geplant vs. Ist |
| Zeitstrahl | Wann wurde woran gearbeitet? |
| Wochenbericht | Trend über Zeit |
Auswertungen pro Projekt
Regelmäßig prüfen:
- Ist das Projektbudget im Rahmen?
- Wie ist das Verhältnis billable/non-billable?
- Sind bestimmte Kategorien überlastet?
Projekte im Überblick
MyTimeTracker zeigt die Zeitverteilung auf alle Projekte – als Dashboard und Report.
- Sofort einsatzbereit
- DSGVO-konform
- Keine Einrichtung nötig
Best Practices
Projektzahl begrenzen
Problem: Je mehr parallele Projekte, desto mehr Overhead.
Lösung:
- Maximal 3-5 aktive Projekte gleichzeitig
- Priorisieren statt alles parallel
- „Work in Progress"-Limits setzen
Kontextwechsel minimieren
Problem: Jeder Wechsel kostet Zeit und Fokus.
Lösung:
- Projektblöcke im Kalender planen
- Ähnliche Tätigkeiten bündeln
- Störungsfreie Zeiten einrichten
Tägliche Kontrolle
Routine etablieren:
- Morgens: Projekte des Tages planen
- Abends: Zeitbuchungen prüfen und vervollständigen
- Wöchentlich: Verteilung analysieren
Konsistente Benennung
Einheitliche Projektstruktur:
- Klare Projektnamen
- Einheitliche Kategorien
- Dokumentierte Regeln für das Team
Sonderfälle
Projekt A zahlt, Projekt B profitiert
Wenn Arbeit für ein Projekt anderen zugute kommt:
- Auf das auftraggebende Projekt buchen
- Interne Verrechnung falls nötig
- Transparenz für alle Beteiligten
Supportanfragen über den Tag verteilt
Bei vielen kurzen Support-Anfragen:
- Sammelkategorie „Support" nutzen
- Am Tagesende zusammenfassen
- Oder pro Kunde aufteilen
Internes Projekt ohne Budget
Interne Projekte nicht vergessen:
- Eigenes Projekt „Intern" oder „Overhead"
- Zeigt, wo nicht-projektbezogene Zeit hinfließt
- Wichtig für realistische Kapazitätsplanung
Häufige Fragen
Fazit
Die Zeiterfassung bei mehreren parallelen Projekten erfordert ein gutes System und etwas Disziplin. Timer-basierte Erfassung mit schnellem Projektwechsel ist meist am genauesten. Noch besser: Arbeiten Sie in fokussierten Zeitblöcken und minimieren Sie Kontextwechsel. Mit den richtigen Tools und Routinen behalten Sie auch bei vielen Projekten den Überblick.
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