Zum Hauptinhalt springen

Billable Hours: Abrechenbare Stunden erfassen

Billable Hours: Abrechenbare Stunden korrekt erfassen, von nicht-abrechenbarer Zeit unterscheiden und effizient an Kunden kommunizieren.

6 Min. Lesezeit
Stundennachweis mit abrechenbaren Stunden

Billable Hours: Abrechenbare Stunden erfassen

Für Agenturen, Beratungsunternehmen und Freiberufler sind abrechenbare Stunden die Grundlage der Einnahmen. Die korrekte Erfassung von Billable Hours entscheidet über Profitabilität und Kundenbeziehungen. Dieses System richtig aufzusetzen, ist eine der wichtigsten Aufgaben.

Das Wichtigste in Kürze

  • Billable Hours sind Stunden, die dem Kunden in Rechnung gestellt werden
  • Eine klare Definition hilft bei Abgrenzung und Kommunikation
  • Die Erfassung sollte zeitnah erfolgen, nicht nachträglich rekonstruiert
  • Nicht-abrechenbare Zeit muss ebenfalls erfasst werden (für interne Auswertungen)
  • Transparenz gegenüber Kunden schafft Vertrauen

Was sind Billable Hours?

Definition

Billable Hours (abrechenbare Stunden) sind Arbeitszeiten, die:

  • Direkt einem Kundenprojekt zugeordnet werden
  • Vom Kunden bezahlt werden
  • In der Rechnung ausgewiesen werden

Abgrenzung zu Non-Billable Hours

Billable HoursNon-Billable Hours
KundenarbeitInterne Meetings
ProjektbezogenAkquise/Vertrieb
FakturierbarVerwaltung
Direkte WertschöpfungIndirekte Tätigkeiten

Typische abrechenbare Tätigkeiten

Je nach Branche unterschiedlich:

Beratung:

  • Kundenmeetings
  • Analyse und Konzeption
  • Präsentationen
  • Dokumentation

Agentur:

  • Kreativarbeit
  • Design und Entwicklung
  • Texterstellung
  • Kundenkommunikation (je nach Vereinbarung)

IT/Softwareentwicklung:

  • Programmierung
  • Testing
  • Code-Reviews
  • Kundensupport (wenn vereinbart)

Billable vs. Non-Billable definieren

Interne Richtlinien erstellen

Klare Regeln für das Team:

  1. Liste abrechenbarer Tätigkeiten erstellen
  2. Grenzfälle definieren (z.B. Reisezeit, E-Mails)
  3. Rundungsregeln festlegen
  4. Minimale Einheit definieren (15 Min, 30 Min)

Typische Grenzfälle

TätigkeitÜbliche Handhabung
Reisezeit zum KundenOft 50% oder nach Vereinbarung
E-Mail-KommunikationWenn projektbezogen: Ja
Interne Abstimmung zum ProjektOft nein oder anteilig
Fehlerkorrektur eigener FehlerMeist nein
Wartung/SupportNach Vertrag

Kundenvereinbarung

Mit dem Kunden klären:

  • Was wird abgerechnet, was nicht?
  • Welche Tätigkeiten sind inklusive?
  • Wie wird Zeit erfasst und kommuniziert?
  • Gibt es ein Budget-Limit?

Abrechenbare Stunden im Blick

MyTimeTracker unterscheidet automatisch zwischen billable und non-billable Zeit – für korrekte Abrechnungen.

  • Sofort einsatzbereit
  • DSGVO-konform
  • Keine Einrichtung nötig
Kostenlos testen

Erfassung von Billable Hours

Zeitnahe Erfassung

Die goldene Regel: Sofort erfassen, nicht rekonstruieren.

Warum zeitnah?

  • Genauere Zeiten
  • Weniger vergessene Stunden
  • Höhere Abrechnungsquote
  • Bessere Projektplanung

Erfassungsmethoden

MethodeVorteileNachteile
Timer/StoppuhrExakt, einfachKann vergessen werden
Zeitblöcke eintragenSchnellWeniger präzise
Kalender-ImportAutomatisiertNur für Meetings
Automatisches TrackingLückenlosDatenschutz-Bedenken

Mindestdokumentation

Für jede Buchung festhalten:

  • Datum und Uhrzeit (Start und Ende)
  • Projekt/Kunde
  • Tätigkeit (kurze Beschreibung)
  • Billable: Ja/Nein
  • Dauer (in Stunden oder Minuten)

Rundungsregeln

Übliche Praktiken:

  • Auf 15 Minuten runden: Standard in vielen Branchen
  • Auf 6 Minuten runden: Anwälte (Zehntel-Stunden)
  • Exakt auf die Minute: Bei sehr hohen Stundensätzen

Wichtig: Rundungsregeln mit dem Kunden vereinbaren.

Billable-Rate optimieren

Was ist die Billable Rate?

Die Billable Rate zeigt, wie viel der Arbeitszeit abrechenbar ist:

Billable Rate = Abrechenbare Stunden / Gesamte Arbeitszeit × 100

Benchmarks nach Branche

BrancheTypische Billable Rate
Anwaltskanzlei60-80%
Beratung65-85%
Agentur55-70%
IT-Dienstleister60-75%

Billable Rate verbessern

Mögliche Maßnahmen:

  1. Effizienz steigern: Weniger Zeit für interne Prozesse
  2. Scope klar definieren: Weniger unbezahlte Zusatzarbeit
  3. Administrative Aufgaben reduzieren: Automatisierung nutzen
  4. Akquise outsourcen: Mehr Zeit für Kundenarbeit

Nicht empfohlen:

  • Zeiten „aufblasen"
  • Kunden zu viel berechnen
  • Notwendige interne Arbeit vernachlässigen

Billable Rate analysieren

MyTimeTracker zeigt Ihre Billable Rate pro Mitarbeiter und Projekt – für datenbasierte Entscheidungen.

  • Sofort einsatzbereit
  • DSGVO-konform
  • Keine Einrichtung nötig
14 Tage kostenlos testen

Kommunikation mit dem Kunden

Stundennachweis

Ein professioneller Stundennachweis enthält:

  • Datum der Tätigkeit
  • Beschreibung der Arbeit
  • Dauer in Stunden
  • Ggf. Mitarbeiter
  • Summe pro Zeitraum

Transparenz schaffen

Best Practices:

  • Regelmäßige Updates (wöchentlich oder monatlich)
  • Proaktive Kommunikation bei Budget-Annäherung
  • Nachvollziehbare Tätigkeitsbeschreibungen
  • Bereitschaft zur Erklärung

Umgang mit Rückfragen

Wenn der Kunde Fragen zu Stunden hat:

  1. Ernst nehmen und zeitnah antworten
  2. Detailliert erklären, was gemacht wurde
  3. Bei Fehlern: Korrigieren und entschuldigen
  4. Aus Feedback lernen

Nicht-abrechenbare Zeit

Warum auch Non-Billable erfassen?

Auch nicht-abrechenbare Zeit sollte erfasst werden:

  • Auslastungsplanung: Gesamtarbeitszeit verstehen
  • Kostenrechnung: Interne Kosten zuordnen
  • Effizienzanalyse: Wo geht Zeit verloren?
  • Preiskalkulation: Stundensatz berechnen

Kategorien für Non-Billable

Sinnvolle Unterteilung:

  • Intern/Admin: Meetings, Verwaltung, Zeiterfassung
  • Marketing/Vertrieb: Akquise, Networking
  • Weiterbildung: Schulungen, Lernen
  • Overhead: Allgemeine Bürotätigkeiten
  • Urlaub/Krank: Abwesenheiten

Tools für Billable Hours

Anforderungen an die Software

Eine gute Projektzeiterfassung sollte bieten:

  • Unterscheidung billable/non-billable
  • Projekt- und Kundenzuordnung
  • Timer-Funktion
  • Reporting nach Abrechnungsstatus
  • Export für Rechnungsstellung

Integration mit Rechnungsstellung

Im Idealfall:

  • Stunden direkt in Rechnung übernehmen
  • Automatische Summierung
  • Kundenfreundliche Darstellung
  • Nachweis als Anhang

Häufige Fragen

So genau wie vertraglich vereinbart und praktikabel. Üblich sind 15-Minuten-Blöcke. Bei hohen Stundensätzen (Anwälte, Top-Berater) ist minutengenaue Erfassung Standard. Entscheidend ist Konsistenz und Nachvollziehbarkeit.
Rekonstruieren Sie so gut wie möglich anhand von E-Mails, Kalender und Erinnerung. Kennzeichnen Sie nachträglich erfasste Zeiten ggf. als Schätzung. Langfristig: System verbessern, um Vergessen zu vermeiden (z.B. Timer, Erinnerungen).
Wenn projektbezogen und mit dem Kunden so vereinbart: Ja. Viele Dienstleister haben eine Mindesteinheit (z.B. 15 Minuten) für solche Tätigkeiten. Transparenz ist wichtig – der Kunde sollte wissen, wie abgerechnet wird.
Ehrlich: Nacharbeit wegen eigener Fehler sollte in der Regel nicht berechnet werden. Das ist Teil des professionellen Anspruchs. Dokumentieren Sie diese Zeit als non-billable, um intern daraus zu lernen.
Das hängt stark von der Branche und Rolle ab. 60-70% ist für viele Dienstleister ein guter Wert. Führungskräfte haben oft niedrigere Raten (mehr interne Aufgaben), Junior-Kräfte oft höhere. Der Benchmark sollte branchenspezifisch sein.

Fazit

Die professionelle Erfassung von Billable Hours ist mehr als reine Zeitdokumentation – sie ist die Grundlage für faire Kundenbeziehungen und wirtschaftlichen Erfolg. Eine klare Definition, zeitnahe Erfassung und transparente Kommunikation sind die Schlüssel. Investieren Sie Zeit in ein gutes System, es zahlt sich mehrfach aus: durch korrekte Abrechnungen, zufriedene Kunden und wertvolle Daten für die Unternehmenssteuerung.

Zeiterfassung starten

14 Tage kostenlos testen

Kostenlos testen

Zeiterfassung einfach & gesetzeskonform

Starten Sie jetzt mit MyTimeTracker und erfüllen Sie alle gesetzlichen Anforderungen. 14 Tage kostenlos testen, keine Kreditkarte erforderlich.

  • Sofort einsatzbereit
  • DSGVO-konform
  • Keine Einrichtung nötig
Kostenlos testen