Projektzeit buchen: Kategorien und Struktur
Die Art, wie Projektzeit gebucht wird, bestimmt den Wert der Daten. Eine durchdachte Struktur mit klaren Kategorien ermöglicht aussagekräftige Auswertungen und faire Abrechnungen. Dieser Artikel zeigt, wie Sie ein sinnvolles Buchungssystem aufbauen.
Das Wichtigste in Kürze
- Eine klare Buchungsstruktur ist die Grundlage für gute Auswertungen
- Kategorien sollten weder zu grob noch zu fein sein
- Einheitliche Regeln für alle Projektmitarbeiter definieren
- Die Struktur regelmäßig überprüfen und anpassen
- Billable und non-billable Zeit trennen
Grundlagen der Projektbuchung
Was wird gebucht?
Bei jeder Zeitbuchung sollten erfasst werden:
- Wann? Datum und Zeitraum (oder Dauer)
- Wer? Der buchende Mitarbeiter
- Was? Projekt oder Auftrag
- Wofür? Kategorie/Tätigkeit
- Details? Kurze Beschreibung (optional)
Hierarchische Struktur
Typische Buchungshierarchie:
- Projekt – Arbeitspaket / Phase
- Tätigkeit / Kategorie
Beispiel:
- Website-Relaunch – Konzeption
- Workshop
Projektkategorien definieren
Grundsätzliche Ansätze
Ansatz 1: Tätigkeitsbezogen
- Entwicklung
- Design
- Projektmanagement
- Qualitätssicherung
- Meeting
Ansatz 2: Phasenbezogen
- Analyse
- Konzeption
- Umsetzung
- Test
- Rollout
Ansatz 3: Kombiniert
- Phase + Tätigkeit als zweidimensionale Matrix
Empfohlene Kategorien
Für die meisten Unternehmen sinnvoll:
| Kategorie | Beschreibung | Typisch billable? |
|---|---|---|
| Projekt-Meetings | Abstimmungen mit Kunden | Ja |
| Konzeption/Analyse | Anforderungsaufnahme, Planung | Ja |
| Umsetzung/Produktion | Kernarbeit am Lieferobjekt | Ja |
| Qualitätssicherung | Test, Review, Abnahme | Ja |
| Projektmanagement | Koordination, Planung intern | Bedingt |
| Dokumentation | Erstellung von Unterlagen | Ja |
| Support | Nachbetreuung, Fragen | Nach Vertrag |
| Interne Abstimmung | Team-Meetings | Meist nein |
| Administration | Orga, Buchhaltung | Nein |
Granularität finden
Die richtige Balance:
Zu grob:
- Nur „Arbeit am Projekt"
- Keine Erkenntnisse möglich
- Wohin ist die Zeit geflossen?
Zu fein:
- 50+ Kategorien
- Mitarbeiter überfordert
- Inkonsistente Buchungen
Richtwert: 5-15 Kategorien pro Projekt sind meist optimal.
Flexible Projektkategorien
MyTimeTracker ermöglicht individuelle Kategorien pro Projekt – einfach zu konfigurieren.
- Sofort einsatzbereit
- DSGVO-konform
- Keine Einrichtung nötig
Buchungsstruktur aufbauen
Schritt 1: Projekte anlegen
Für jedes Projekt definieren:
- Eindeutiger Name (Kunde + Projektbezeichnung)
- Projektnummer (für Auswertungen)
- Start- und Enddatum
- Budget (Stunden oder Euro)
- Projektleiter
Schritt 2: Arbeitspakete/Phasen
Projekte untergliedern in:
- Überschaubare Einheiten
- Mit eigenem Budget/Deadline
- Sinnvolle Berichtsebene
Schritt 3: Tätigkeitskategorien
Kategorien festlegen:
- Welche Tätigkeiten gibt es im Projekt?
- Welche sind abrechenbar?
- Brauchen wir alle Kategorien?
Schritt 4: Regeln dokumentieren
Buchungsregeln für alle:
- Was wird wo gebucht?
- Wie werden Grenzfälle behandelt?
- Wer entscheidet bei Unklarheiten?
Einheitliche Buchungsregeln
Regeln für das Team
Wichtige Festlegungen:
| Aspekt | Regel |
|---|---|
| Minimale Buchungseinheit | 15 Minuten |
| Maximale Buchung ohne Pause | 4 Stunden |
| Beschreibung | Bei jeder Buchung erforderlich |
| Nachbuchungsfrist | Innerhalb von 2 Arbeitstagen |
| Änderungen | Nur mit Begründung |
Beispiel-Richtlinie
Zeitbuchung auf Projekte:
- Jede Zeitbuchung muss einem Projekt und einer Kategorie zugeordnet werden.
- Die Mindestdauer beträgt 15 Minuten.
- Beschreibungen sind kurz und aussagekräftig (z.B. „Konzept für Startseite erstellt").
- Buchungen erfolgen spätestens am Folgetag.
- Bei Unklarheit: Kategorie „Projektmanagement" nutzen und mit Projektleiter klären.
Grenzfälle
Häufige Grenzfälle klären:
Kundenmeetings:
- Auf Projekt buchen, Kategorie „Meeting"
Reisezeit:
- Nach Vereinbarung: Oft 50% oder eigene Kategorie
E-Mails:
- Wenn projektbezogen: Auf Projekt
- Wenn intern: Auf internes Projekt
Fehlerkorrektur:
- Eigene Fehler: Non-billable
- Vom Kunden verursacht: Billable
Buchungsregeln hinterlegen
MyTimeTracker unterstützt Pflichtfelder und Hinweise – für konsistente Buchungen.
- Sofort einsatzbereit
- DSGVO-konform
- Keine Einrichtung nötig
Buchungsvorgang
Echtzeit-Buchung
Am besten sofort buchen:
- Timer starten: Bei Arbeitsbeginn
- Timer stoppen: Bei Arbeitswechsel
- Beschreibung ergänzen: Kurz, aber aussagekräftig
- Projekt/Kategorie wählen: Richtig zuordnen
Nachträgliche Buchung
Wenn sofortige Buchung nicht möglich:
- Notizen machen: Was wurde wann gemacht?
- Zeitnah nachbuchen: Nicht am Freitag für die ganze Woche
- Ehrlich schätzen: Keine Wunschzeiten
- Dokumentieren: Dass es eine Nachbuchung ist
Häufige Fehler vermeiden
| Fehler | Lösung |
|---|---|
| Alles auf „Sonstiges" buchen | Kategorien schulen |
| Pauschal 8 Stunden pro Tag | Timer nutzen |
| Keine Beschreibung | Pflichtfeld machen |
| Wochenlang nicht buchen | Tägliche Erinnerung |
Auswertung nutzen
Was die Struktur ermöglicht
Mit guter Buchungsstruktur:
- Zeitverteilung pro Kategorie sehen
- Aufwand pro Phase vergleichen
- Billable Rate berechnen
- Projektbudget überwachen
- Zukünftige Projekte besser schätzen
Typische Auswertungen
| Auswertung | Nutzen |
|---|---|
| Stunden pro Kategorie | Wo geht die Zeit hin? |
| Soll-Ist pro Arbeitspaket | Budget-Kontrolle |
| Billable vs. Non-billable | Effizienz |
| Aufwand vs. Schätzung | Lernen für nächstes Mal |
Mehr dazu: Projektstunden auswerten
Struktur anpassen
Wann anpassen?
Anpassung nötig bei:
- Kategorien werden nicht genutzt
- Zu viel „Sonstiges"-Buchungen
- Auswertungen nicht aussagekräftig
- Team beschwert sich über Komplexität
Wie anpassen?
- Daten analysieren: Welche Kategorien werden wie genutzt?
- Feedback sammeln: Was fehlt, was ist überflüssig?
- Änderungen planen: Nicht mitten im Projekt
- Kommunizieren: Team informieren
- Historische Daten: Ggf. migrieren oder markieren
Häufige Fragen
Fazit
Eine durchdachte Struktur für Projektzeit-Buchungen ist die Grundlage für alle weiteren Auswertungen und Abrechnungen. Mit klaren Kategorien, einheitlichen Regeln und einem sinnvollen Detaillierungsgrad schaffen Sie die Basis für aussagekräftige Reports und faire Kundenrechnungen. Investieren Sie Zeit in die Strukturplanung – sie zahlt sich mehrfach aus.
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