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Onboarding neuer Mitarbeiter: Checkliste für HR

Onboarding-Checkliste für neue Mitarbeiter: Vom ersten Tag bis zur Einarbeitung. So gelingt der Einstieg.

6 Min. Lesezeit
Neuer Mitarbeiter beim Onboarding-Gespräch

Onboarding neuer Mitarbeiter: Checkliste für HR

Der erste Eindruck zählt – auch für neue Mitarbeiter. Ein strukturiertes Onboarding sorgt für schnelle Integration und reduziert Frühfluktuation. Diese Checkliste hilft.

Das Wichtigste in Kürze

  • Onboarding beginnt vor dem ersten Tag
  • Strukturierter Plan für die ersten Wochen
  • Fachliche und soziale Integration
  • Feedback-Gespräche einplanen
  • Zeiterfassung und Tools früh erklären

Warum Onboarding wichtig ist

Die Zahlen sprechen

Gutes Onboarding zahlt sich aus:

EffektAuswirkung
FrühfluktuationBis zu 20% der Neuen gehen in den ersten 45 Tagen
ProduktivitätSchnellere Einarbeitung
EngagementHöhere Bindung
KostenFluktuation kostet 30-200% des Jahresgehalts

Was schiefgehen kann

Ohne Onboarding:

  • Kein Arbeitsplatz vorbereitet
  • Zugänge fehlen
  • Niemand fühlt sich zuständig
  • Neue fühlen sich verloren
  • Frühe Kündigung

Phase 1: Vor dem ersten Tag

Administrative Vorbereitung

Checkliste vor Arbeitsbeginn:

AufgabeVerantwortlichErledigt
Arbeitsvertrag unterschriebenHR
Personalakte angelegtHR
Sozialversicherung angemeldetHR
Steuer-ID erhaltenMitarbeiter
Bankverbindung für GehaltMitarbeiter

Arbeitsplatz vorbereiten

Was bereitstehen sollte:

Arbeitsplatz-Checkliste:
□ Schreibtisch/Arbeitsplatz
□ Computer/Laptop
□ Telefon (falls nötig)
□ E-Mail-Adresse eingerichtet
□ Software-Zugänge
□ Zeiterfassungs-Zugang
□ Schlüssel/Zugangskarte
□ Willkommenspaket (optional)

Team informieren

Das Team vorbereiten:

  • Startdatum kommunizieren
  • Vorstellung planen
  • Buddy/Mentor bestimmen
  • Aufgabenverteilung klären

Zeiterfassung für neue Mitarbeiter

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Phase 2: Der erste Tag

Empfang

So gelingt der Start:

ZeitAktivität
AnkunftPersönlicher Empfang
09:00Begrüßung durch Vorgesetzten
09:30Arbeitsplatz zeigen, Zugänge prüfen
10:00Rundgang durch das Unternehmen
11:00Vorstellung im Team
12:00Gemeinsames Mittagessen

Wichtige Infos vermitteln

Am ersten Tag erklären:

ThemaInhalt
ArbeitszeitBeginn, Ende, Pausen
ZeiterfassungWie funktioniert das System?
AbwesenheitUrlaub beantragen, Krankmeldung
AnsprechpartnerWer hilft bei Fragen?
SicherheitNotausgänge, Erste Hilfe

Zeiterfassung erklären

Für neue Mitarbeiter wichtig:

  • System zeigen (App/Terminal/Web)
  • Zugangsdaten übergeben
  • Erstes Stempeln begleiten
  • Pausenregelung erklären
  • Bei Fragen: Ansprechpartner nennen
  • Schriftliche Kurzanleitung geben

Phase 3: Die erste Woche

Einarbeitungsplan

Struktur für die ersten Tage:

TagFokus
1Ankommen, Orientierung
2Aufgaben kennenlernen
3Erste eigene Tätigkeiten
4Tools und Prozesse vertiefen
5Erstes Feedback-Gespräch

Fachliche Einarbeitung

Schritt für Schritt:

  • Aufgabenbereich erklären
  • Prozesse zeigen
  • Systeme einführen
  • Erste Aufgaben begleiten
  • Lernmaterial bereitstellen

Soziale Integration

Nicht nur Arbeit:

  • Vorstellung in anderen Abteilungen
  • Gemeinsame Mittagspausen
  • Informelle Gespräche ermöglichen
  • Buddy-System nutzen
  • Nach Bedürfnissen fragen

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Phase 4: Der erste Monat

Regelmäßige Check-ins

Feedback nicht vergessen:

ZeitpunktGesprächsinhalt
Nach 1 WocheWie läuft es? Was fehlt?
Nach 2 WochenFachliche Fragen, Prozesse
Nach 4 WochenZwischenfazit, Anpassungen

Aufgaben erweitern

Schrittweise mehr Verantwortung:

Verantwortungs-Aufbau:
Woche 1: Beobachten, lernen
    ↓
Woche 2: Erste Aufgaben begleitet
    ↓
Woche 3: Selbstständige Aufgaben
    ↓
Woche 4: Reguläres Arbeiten

Ziele definieren

Gemeinsam festlegen:

  • Lernziele für Probezeit
  • Erwartungen klären
  • Messbare Kriterien
  • Regelmäßige Überprüfung

Phase 5: Die Probezeit

Probezeit-Gespräche

Strukturierte Beurteilung:

ZeitpunktFokus
1. MonatEinarbeitung, Fragen
3. MonatZwischenstand, Entwicklung
5. MonatVorbereitung Entscheidung
6. MonatFinale Beurteilung

Beurteilungskriterien

Was bewerten:

  • Fachliche Leistung – Aufgaben erfüllt?
  • Qualität?
  • Selbstständigkeit?
  • Soziale Integration – Teamfit?
  • Kommunikation?
  • Zuverlässigkeit – Pünktlichkeit?
  • Verbindlichkeit?

Entscheidung treffen

Am Ende der Probezeit:

  • Leistung bewerten
  • Feedback einholen (Team, Vorgesetzte)
  • Entscheidung kommunizieren
  • Bei Übernahme: Weiterentwicklung planen

Besondere Themen

Remote Onboarding

Bei Homeoffice-Start:

HerausforderungLösung
Kein persönlicher KontaktVideo-Calls, virtuelle Coffee-Dates
TechnikVorab Geräte zusenden
IsolationRegelmäßige Check-ins
ZeiterfassungApp-Einführung per Video

Onboarding mehrerer Personen

Bei Gruppen-Onboarding:

  • Gemeinsame Einführungsveranstaltung
  • Gegenseitige Unterstützung nutzen
  • Trotzdem individuelle Gespräche
  • Gruppenidentität fördern

Führungskräfte-Onboarding

Zusätzliche Elemente:

  • Kennenlernen des Teams
  • 1:1 mit jedem Teammitglied
  • Übergabe vom Vorgänger
  • Stakeholder vorstellen
  • Strategie und Ziele erklären
  • Handlungsspielraum klären

Häufige Fehler vermeiden

Typische Onboarding-Fehler

FehlerBesser
Kein PlanStrukturierte Checkliste
Zu viel auf einmalSchrittweise einarbeiten
Allein lassenBuddy-System
Kein FeedbackRegelmäßige Gespräche
Nur fachlichAuch sozial integrieren

Warnsignale erkennen

Wenn es nicht läuft:

  • Rückzug des neuen Mitarbeiters
  • Viele Fragen zu Basics (Infos fehlen)
  • Konflikte im Team
  • Sinkende Motivation
  • Häufige Krankheitstage

Häufige Fragen

Die intensive Phase dauert typischerweise 1-3 Monate. Die vollständige Einarbeitung kann je nach Position 6-12 Monate beanspruchen. Planen Sie regelmäßige Check-ins über die gesamte Probezeit.
In der Regel HR (administrativ) und der direkte Vorgesetzte (fachlich) gemeinsam. Ein Buddy oder Mentor aus dem Team unterstützt im Alltag. Die Verantwortung sollte klar verteilt sein.
Praktisches: Schreibmaterial, Notizblock, Firmen-Merchandise. Informatives: Organigramm, Telefonliste, wichtige Infos. Nettes: Grußkarte vom Team, kleines Geschenk. Angepasst an Ihre Unternehmenskultur.
Am ersten Tag: System zeigen, Zugangsdaten übergeben, erstes Stempeln begleiten. Eine kurze schriftliche Anleitung hilft. Nennen Sie einen Ansprechpartner für Fragen.
Frühzeitig ansprechen. Fragen: Was fehlt? Was läuft schief? Oft sind es behebbare Probleme. Bei echtem Misfit: Ehrliche Kommunikation. Manchmal passt es einfach nicht – besser früh als spät erkennen.

Fazit

Gutes Onboarding ist kein Nice-to-have, sondern Investition. Strukturierte Einarbeitung reduziert Frühfluktuation, erhöht Produktivität und stärkt die Bindung. Mit einer klaren Checkliste, regelmäßigen Feedback-Gesprächen und einem Buddy-System gelingt der Start – und neue Mitarbeiter werden schnell zu wertvollen Teammitgliedern.

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