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Zeiterfassung und Lohnabrechnung: Daten richtig nutzen

Zeiterfassungsdaten für die Lohnabrechnung: Export, Schnittstellen und was für die korrekte Abrechnung nötig ist.

5 Min. Lesezeit
Lohnabrechnungs-Software mit Zeitdaten

Zeiterfassung und Lohnabrechnung: Daten richtig nutzen

Die Zeiterfassung sammelt Daten – die Lohnabrechnung braucht sie.

Das Wichtigste in Kürze

  • Zeiterfassung liefert Basis für Lohnberechnung
  • Export oder Schnittstelle zur Lohnsoftware
  • Welche Daten werden benötigt
  • Manuelle Übertragung vermeiden
  • Datenschutz beachten

Warum die Verbindung wichtig ist

Datenfluss

Von Zeiterfassung zu Lohn:

ZeiterfassungLohnabrechnung
ArbeitsstundenGrundvergütung
ÜberstundenZuschläge
NachtarbeitNachtschlag
Sonntag/FeiertagSFN-Zuschläge
AbwesenheitenEntgeltfortzahlung

Ohne Integration

Was passiert:

  • Manuelle Übertragung – Daten abtippen
  • Fehlerrisiko – Falsche Zahlen
  • Zeitaufwand – Stunden für Datenerfassung
  • Verzögerung – Lohnabrechnung wartet
  • Doppelte Arbeit – Daten existieren ja schon

Zeiterfassung mit Lohn-Export

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Welche Daten fließen

Grunddaten

Immer nötig:

DatumVerwendung
ArbeitsstundenGrundgehalt bei Stundenlohn
ArbeitstageBei Tagessätzen
MonatssummeFür Abrechnung
AbwesenheitenUrlaub, Krank

Zuschlagsrelevant

Für Zuschläge:

  • Überstunden – Für Überstundenzuschlag
  • Nachtarbeit – Für Nachtzuschlag
  • Sonntagsarbeit – Für Sonntagszuschlag
  • Feiertagsarbeit – Für Feiertagszuschlag
  • Schichtzulagen – Für Schichtzuschläge

Abwesenheiten

Für Entgeltfortzahlung:

AbwesenheitRelevanz
UrlaubUrlaubsentgelt
KrankheitEntgeltfortzahlung
FeiertagFeiertagsentgelt
SonderurlaubJe nach Art

Schnittstellen

Arten der Übertragung

Wie Daten fließen:

ArtBeschreibung
ManuellAblesen und eingeben
Export/ImportCSV/Excel-Datei
SchnittstelleAutomatischer Austausch
APIProgrammatisch

Gängige Lohnsysteme

Integration mit:

  • DATEV – Marktführer Deutschland
  • Lexware – Für KMU
  • SAP – Großunternehmen
  • Sage – Mittelstand
  • Personio – HR-Software
  • Lohnbüros – Nutzen diverse Systeme

Export-Formate

Was üblich ist:

FormatEinsatz
CSVUniversal
ExcelFür manuelle Prüfung
DATEV-FormatDirekt für DATEV
XMLFür Schnittstellen

DATEV-Export

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Export vorbereiten

Datenqualität

Was stimmen muss:

ElementPrüfung
VollständigkeitAlle Tage erfasst?
GenehmigungenKorrekturen freigegeben?
ZuordnungenMitarbeiter korrekt?
ZeiträumeMonat vollständig?

Prozess

Typischer Ablauf:

  • Monatsabschluss – Zeiterfassung prüfen/abschließen
  • Korrekturen – Letzte Änderungen
  • Genehmigung – FK gibt frei
  • Export – Daten exportieren
  • Übergabe – An Lohnbuchhaltung
  • Bestätigung – Daten korrekt angekommen

Timing

Wann was:

ZeitpunktAktion
MonatsendeLetzte Buchungen
+1-2 TageKorrekturen, Prüfung
+3-5 TageExport
+5-10 TageLohnabrechnung
~15.Auszahlung

Häufige Probleme

Was schiefgeht

Typische Fehler:

ProblemUrsache
Fehlende StundenNicht erfasst
Falsche ZuschlägeFalsche Kategorie
Doppelte EinträgeImport-Fehler
AbweichungenManuelle Änderungen

Lösungen

Wie vermeiden:

  • Vollständigkeitsprüfung – Vor Export checken
  • Automatisierung – Weniger manuell = weniger Fehler
  • Stichproben – Regelmäßig prüfen
  • Kommunikation – Mit Lohnbüro abstimmen
  • Dokumentation – Änderungen nachvollziehbar

Datenschutz

Was beachten

DSGVO-relevant:

AspektBeachtung
ZweckbindungNur für Lohn nutzen
MinimierungNur nötige Daten
ZugriffNur Berechtigte
ÜbertragungVerschlüsselt

Aufbewahrung

Wie lange:

  • Lohnunterlagen – 10 Jahre (HGB)
  • Arbeitszeitnachweise – 2 Jahre (ArbZG)
  • Mindestlohn-Doku – 2 Jahre (MiLoG)
  • Längste frist – Maßgeblich

Häufige Fragen

Personalnummer/Name, Arbeitstage oder -stunden pro Monat, Überstunden, Abwesenheiten (Urlaub, Krank). Bei Stundenlohn: genaue Stunden. Bei Festgehalt: nur Abweichungen (Überstunden, Abwesenheit). Zuschlagsrelevante Zeiten (Nacht, Sonntag) separat ausweisen.
Nicht zwingend, aber sehr empfohlen. Manuelle Übertragung ist fehleranfällig und zeitaufwändig. Ein einfacher CSV-Export ist besser als Abtippen. Eine echte Schnittstelle (API) ist ideal – Daten fließen automatisch, kein manueller Aufwand, weniger Fehler.
Abhängig vom Abrechnungszeitplan, typischerweise in der ersten Woche des Folgemonats. Sprechen Sie mit Ihrer Lohnbuchhaltung: Wann brauchen sie die Daten? Planen Sie 2-3 Tage Puffer für Korrekturen und Prüfung ein.
Erst klären, was korrekt ist: Zeiterfassungsdaten prüfen, Lohnabrechnung prüfen. Quelle des Fehlers finden (falsche Erfassung, falscher Export, falscher Import). Korrigieren und dokumentieren. Für die Zukunft: Regelmäßige Stichproben, um Abweichungen früh zu erkennen.
Ja, das ist normal und rechtlich erlaubt. Das Lohnbüro ist Auftragsverarbeiter nach DSGVO – Sie brauchen einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV). Übertragen Sie nur die nötigen Daten (Datenminimierung). Achten Sie auf sichere Übertragung (verschlüsselt, nicht per offener E-Mail).

Fazit

Die Verbindung von Zeiterfassung und Lohnabrechnung spart Zeit und reduziert Fehler. Ob Export-Datei oder echte Schnittstelle – Hauptsache, die Daten fließen automatisch. Für die Lohnabrechnung sind vor allem Arbeitsstunden, Überstunden, zuschlagsrelevante Zeiten und Abwesenheiten relevant. Achten Sie auf Datenqualität vor dem Export und stimmen Sie den Prozess mit der Lohnbuchhaltung ab.

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