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Gehalt verhandeln: Tipps für erfolgreiche Gespräche

Gehaltsverhandlung meistern: Vorbereitung, Argumentation und Timing für mehr Gehalt im Job.

6 Min. Lesezeit
Gehaltsverhandlung im Büro

Gehalt verhandeln: Tipps für erfolgreiche Gespräche

Gehaltsverhandlungen sind für viele unangenehm – aber sie sind der Schlüssel zu fairer Bezahlung. Mit der richtigen Vorbereitung und Strategie können Sie selbstbewusst verhandeln.

Das Wichtigste in Kürze

  • Gründliche Vorbereitung ist entscheidend
  • Marktwert kennen und mit Zahlen argumentieren
  • Richtigen Zeitpunkt wählen
  • Erfolge und Mehrwert betonen
  • Auch Benefits verhandeln

Vorbereitung

Marktwert recherchieren

Was verdienen andere:

QuelleNutzen
GehaltsportaleDurchschnittswerte
BranchenberichteBranchen-Benchmarks
NetzwerkErfahrungswerte
StellenanzeigenAktuelle Angebote

Ihre Argumente sammeln

Worauf Sie sich stützen:

  • Erfolge – Projekte abgeschlossen
  • Ziele erreicht
  • Probleme gelöst
  • Mehrwert – Was Sie einbringen
  • Was Sie besonders macht
  • Entwicklung – Neue Fähigkeiten
  • Weiterbildungen
  • Markt – Vergleichbare Gehälter
  • Nachfrage nach Ihrer Rolle

Ihre Zahl festlegen

Konkret werden:

ElementBeispiel
Wunschgehalt65.000 €
Einstiegsforderung68.000 € (etwas höher)
Untergrenze62.000 € (nicht darunter)
BegründungMarkt, Leistung, Verantwortung

Arbeitszeit dokumentieren

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Der richtige Zeitpunkt

Gute Zeitpunkte

Wann verhandeln:

ZeitpunktWarum gut
JahresgesprächOhnehin angesetzt
Nach erfolgreichem ProjektErfolg frisch
Neue VerantwortungMehr Aufgaben
Positives FeedbackChef zufrieden
Betriebliche ErfolgeFirma läuft gut

Schlechte Zeitpunkte

Wann lieber nicht:

  • Gerade angefangen – Erst Leistung zeigen
  • Unternehmen in Krise – Kein Budget
  • Nach Fehler – Position schwach
  • Chef gestresst – Kein offenes Ohr
  • Direkt nach Kollegen-Gespräch – Vergleichsdruck

Regelmäßigkeit

Wie oft verhandeln:

RegelEmpfehlung
JährlichMindestens ansprechen
Bei VeränderungNeue Rolle = neues Gehalt
Bei ErfolgGelegenheit nutzen

Das Gespräch

Einstieg

Wie beginnen:

PhaseFormulierung
Anlass"Ich möchte über meine Vergütung sprechen"
Kontext"Im letzten Jahr habe ich..."
Forderung"Ich halte eine Anpassung auf X € für angemessen"

Argumentation

Überzeugend formulieren:

  • Leistung – "Im letzten Jahr habe ich [Erfolg X] erreicht"
  • Mehrwert – "Dadurch hat das Unternehmen [Nutzen Y]"
  • Entwicklung – "Ich habe [Fähigkeit Z] ausgebaut"
  • Markt – "Vergleichbare Positionen werden mit [€] vergütet"
  • Forderung – "Deshalb halte ich [€] für angemessen"

Einwänden begegnen

Typische Einwände:

EinwandMögliche Antwort
"Kein Budget""Wann können wir neu sprechen?"
"Alle bekommen weniger""Was sind die Kriterien für Ausnahmen?"
"Leistung nicht ausreichend""Was konkret muss ich verbessern?"
"Brauche Bedenkzeit""Wann kann ich mit einer Rückmeldung rechnen?"

Erfolge sichtbar machen

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Verhandlungstaktik

Dos

Was Sie tun sollten:

DoWarum
Konkrete Zahl nennenVerhandlungsbasis
Erste Zahl etwas höherSpielraum
Ruhig bleibenSouveränität
Schweigen aushaltenNach Forderung abwarten
Schriftlich bestätigen lassenVerbindlichkeit

Don'ts

Was Sie vermeiden sollten:

  • Jammern – "Ich brauche mehr weil..."
  • Drohen – "Sonst gehe ich"
  • Vergleichen mit Kollegen – Unprofessionell
  • Keine Zahl nennen – Schwache Position
  • Zu schnell einlenken – Mehr wäre drin gewesen

Schweigen als Taktik

Mächtige Technik:

SituationTaktik
Nach ForderungSchweigen, abwarten
Nach GegenangebotNicht sofort reagieren
Bei EinwändenNachdenken zeigen

Wenn es nicht klappt

Alternativen verhandeln

Plan B:

AlternativeBeschreibung
BonusEinmalzahlung
BenefitsFirmenwagen, Jobticket
WeiterbildungKurse, Zertifikate
HomeofficeMehr Flexibilität
UrlaubstageZusätzliche Tage
ArbeitszeitReduzierung bei gleichem Gehalt

Zeitplan vereinbaren

Wenn später:

  • Konkrete Bedingungen – "Wenn ich X erreiche..."
  • Konkreter Zeitpunkt – "In 6 Monaten sprechen wir erneut"
  • Schriftlich – Per E-Mail bestätigen
  • Follow-up – Termin einstellen

Konsequenzen ziehen

Wenn dauerhaft nein:

OptionÜberlegung
AkzeptierenWenn Gesamtpaket stimmt
VerändernIntern wechseln
GehenExtern mehr verdienen

Für Einsteiger

Beim Jobwechsel

Besondere Situation:

AspektTipp
RechercheGehaltsbänder kennen
Erster NennungLassen Sie den AG beginnen
Anker setzenErste Zahl beeinflusst Verhandlung
Nicht zu niedrigStartgehalt als Basis für Jahre

Bei Beförderung

Automatisch mehr?

  • Nicht automatisch – Aktiv verhandeln
  • Vor Zusage – Gehalt klären
  • Mit neuer Rolle – Neue Verantwortung = neues Gehalt
  • Nicht verschieben – Später schwieriger

Häufige Fragen

Bei bestehenden Arbeitsverhältnissen sind 3-10% jährlich realistisch, bei deutlicher Mehrverantwortung auch mehr. Beim Jobwechsel sind 10-20% üblich. Wichtig: Marktwert recherchieren und individuell argumentieren.
Im bestehenden Job ja – Sie wissen, was Sie wollen. Bei Jobverhandlungen kann es sinnvoll sein, erst den Arbeitgeber nach dem Budget zu fragen. Wer zuerst eine Zahl nennt, setzt aber den Anker.
Fragen Sie nach den Gründen und was Sie tun können, um eine Erhöhung zu erreichen. Vereinbaren Sie einen konkreten Zeitpunkt für ein erneutes Gespräch. Lassen Sie sich die Kriterien schriftlich geben.
Nicht empfohlen. Ultimaten vergiften das Verhältnis. Wenn Sie wirklich gehen würden, können Sie sachlich erwähnen, dass Sie Angebote haben – aber ohne Drohung. Oft ist der bessere Weg: Tatsächlich gehen, wenn es nicht passt.
Mindestens jährlich im Mitarbeitergespräch ansprechen. Bei neuer Verantwortung, Erfolgen oder deutlicher Marktveränderung auch zwischendurch. Aber: Mit Argumenten kommen, nicht nur regelmäßig fragen.

Fazit

Gehaltsverhandlungen erfordern Vorbereitung, gutes Timing und souveränes Auftreten. Kennen Sie Ihren Marktwert, sammeln Sie Argumente für Ihren Mehrwert, und nennen Sie eine konkrete Zahl. Wenn es nicht klappt, verhandeln Sie Alternativen oder einen klaren Zeitplan. Und vergessen Sie nicht: Verhandeln ist normal und wird von Arbeitgebern erwartet.

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