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Zeiterfassung für Steuerberater und Kanzleien

Zeiterfassung in Steuerkanzleien: Mandantenzeiten abrechnen, Fristen managen und produktiv arbeiten.

6 Min. Lesezeit
Steuerberaterin arbeitet an Steuererklärung

Zeiterfassung für Steuerberater und Kanzleien

In der Steuerkanzlei ist Zeit Geld – im wahrsten Sinne des Wortes.

Das Wichtigste in Kürze

  • Mandantenbezogene Zeiterfassung ist Standard
  • Grundlage für Honorarabrechnung
  • Deadlines und Fristen im Blick
  • Mitarbeiterproduktivität messen
  • Integration mit Kanzleisoftware

Besonderheiten der Branche

Arbeitsrealität

Wie in Kanzleien gearbeitet wird:

MerkmalBeschreibung
MandantenbezogenArbeit immer für Mandanten
FristengetriebenAbgabetermine bestimmen Takt
SaisonalJahresabschlüsse, Steuererklärungen
VielfältigViele Mandanten, viele Aufgaben
DokumentationspflichtigNachweisbar was gemacht wurde

Abrechnungsmodelle

Wie Kanzleien abrechnen:

  • Nach Zeitaufwand – Stunden × Stundensatz
  • Nach Gegenstandswert – StBVV (Steuerberatervergütungsverordnung)
  • Pauschal – Fester Betrag pro Leistung
  • Kombination – Pauschale + Aufwand
  • Erfolgshonorar – Selten, bei Sonderleistungen

Kanzlei-Zeiterfassung

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Mandantenzeiten erfassen

Was erfassen

Für jede Buchung:

FeldBeispiel
MandantMüller GmbH
BereichBuchführung, Jahresabschluss
TätigkeitBelegerfassung, Abstimmung
DauerStunden/Minuten
MitarbeiterWer gearbeitet hat
AbrechenbarJa/Nein

Kategorien

Typische Tätigkeiten:

  • Finanzbuchhaltung – Buchungen, Abstimmung, Auswertung
  • Lohn – Abrechnungen, Meldungen
  • Jahresabschluss – Bilanz, GuV, Anhang
  • Steuererklärungen – ESt, KSt, GewSt, USt
  • Beratung – Gespräche, Gestaltung
  • Korrespondenz – Finanzamt, Behörden
  • Intern – Fortbildung, Admin

Zeitgranularität

Wie genau erfassen:

GranularitätEinsatz
1 MinuteSehr genau, aufwändig
6 Minuten0,1h, üblich
15 MinutenGrob, schnell
PauschalBei Standardleistungen

Fristen und Deadlines

Fristenübersicht

Was typisch ist:

FristTermin
USt-Voranmeldung10. des Folgemonats
Lohnsteuer10. des Folgemonats
ESt-Erklärung31.7. (mit Berater: 28/29.2. des Folgejahres)
JahresabschlussJe nach Rechtsform
GewSt-Erklärung31.7. (mit Berater verlängert)

Fristen in der Zeiterfassung

Wie nutzen:

  • Deadline sichtbar – Im System hinterlegen
  • Restaufwand – Was noch zu tun ist
  • Warnung – X Tage vor Frist
  • Priorisierung – Dringendes zuerst
  • Nachweis – Wann eingereicht

Fristen im Blick

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Abrechnung

Stundennachweis

Was an den Mandanten geht:

ElementInhalt
ZeitraumMonat, Quartal, Jahr
TätigkeitenWas wurde gemacht
DauerStunden
StundensatzJe nach Mitarbeiter/Leistung
SummeGesamthonorar

Pauschal vs. Aufwand

Wann was:

  • Pauschal sinnvoll wenn – Wiederkehrende Standardleistung
  • Kalkulierbarer Aufwand
  • Mandant wünscht Planbarkeit
  • Aufwand sinnvoll wenn – Individueller Fall
  • Unklarer Umfang
  • Beratungsintensiv
  • Kontrolle – Immer Zeit erfassen, auch bei Pauschale

Interner Kontrolle

Was prüfen:

KennzahlZiel
ProduktivitätAbrechenbar/Gesamt
RentabilitätErtrag pro Mandant
AufwandStimmt Kalkulation?
MitarbeiterWer arbeitet wie viel

Mitarbeiterproduktivität

Messen

Was die Zeiterfassung zeigt:

KennzahlBerechnung
Abrechenbare QuoteMandantenzeit/Gesamtzeit
Stunden pro MandantVerteilung
AuslastungArbeitszeit vs. verfügbar
EffizienzGleiche Aufgabe bei verschiedenen MA

Auswertung

Pro Mitarbeiter:

  • Gesamtstunden – Wie viel gearbeitet
  • Mandantenverteilung – Für wen gearbeitet
  • Abrechenbar – Anteil abrechenbare Zeit
  • Tätigkeiten – Was hauptsächlich
  • Trends – Entwicklung über Zeit

Saisonale Spitzen

Das Problem

Typische Peaks:

ZeitUrsache
Januar-AprilJahresabschlüsse
Mai-JuliSteuererklärungen
DezemberJahresendarbeiten
MonatsendeLaufende Buchhaltung

Umgang

Wie managen:

  • Früh anfangen – Nicht alles auf den letzten Drücker
  • Priorisieren – Was zuerst
  • Kapazität planen – Urlaub nicht in Spitzen
  • Überstunden – Konto aufbauen, später abbauen
  • Auslagern – Freelancer für Spitzen

Integration

Kanzleisoftware

Was verbinden:

SoftwareIntegration
DATEVSchnittstellen
AddisonExport/Import
AgendaKanzleimodule
StotaxVerknüpfung

Dokumentenmanagement

Zeiten zu Dokumenten:

  • Akte – Zeit der Akte zuordnen
  • Dokument – Bearbeitungszeit erfassen
  • Vorgang – Alles zum Fall
  • Nachweis – Wann was bearbeitet

Häufige Fragen

Mindestens auf Mandanten- und Leistungsebene (Buchhaltung, Jahresabschluss, Beratung). 6-Minuten-Taktung (0,1h) ist üblich und für die Abrechnung genau genug. Zu detailliert bindet zu viel Zeit – die Balance zwischen Nachvollziehbarkeit und Praktikabilität ist wichtig.
Unbedingt! Nur so wissen Sie, ob die Pauschale kostendeckend ist. Wenn Sie regelmäßig mehr Zeit investieren als kalkuliert, müssen Sie die Pauschale anpassen oder die Effizienz steigern. Ohne Zeiterfassung arbeiten Sie möglicherweise unter Wert.
Arbeitszeitkonto nutzen: In der Hochsaison Überstunden aufbauen, in ruhigeren Phasen abbauen. Wichtig: Im Arbeitsvertrag regeln, dass Ausgleich zeitnah erfolgen muss. Dauerhafte Überstunden ohne Ausgleich führen zu Burnout und rechtlichen Problemen.
60-75% abrechenbare Zeit ist ein guter Richtwert. Weniger bedeutet zu viel interne Zeit (prüfen warum). Mehr kann bedeuten, dass interne Aufgaben (Fortbildung, Qualitätssicherung) vernachlässigt werden. Hängt auch von der Rolle ab: Partner haben oft weniger abrechenbare Zeit als Sachbearbeiter.
Ja, viele Zeiterfassungssysteme haben DATEV-Schnittstellen oder Export-Funktionen. Damit können Zeiten direkt in die Kanzleisoftware übernommen werden – für Abrechnung und Controlling. Prüfen Sie bei der Auswahl der Zeiterfassung, ob DATEV-Kompatibilität gegeben ist.

Fazit

Für Steuerkanzleien ist mandantenbezogene Zeiterfassung unverzichtbar – sie ist die Basis für Honorarabrechnung, Produktivitätsmessung und Rentabilitätskontrolle. Auch bei Pauschalhonoraren Zeit erfassen! Die Integration mit Kanzleisoftware spart doppelte Arbeit. Saisonale Spitzen mit Arbeitszeitkonten managen. Eine gute Zeiterfassung macht den Unterschied zwischen „gefühlt viel gearbeitet" und „nachweisbar produktiv".

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