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Zeiterfassung im Sozialwesen und bei NGOs

Zeiterfassung für soziale Einrichtungen und gemeinnützige Organisationen: Fördernachweise, Projektdokumentation und Compliance.

6 Min. Lesezeit
Sozialarbeiter dokumentiert Arbeitszeit

Zeiterfassung im Sozialwesen und bei NGOs

Im sozialen Sektor zählt jede Stunde – für die Menschen und für die Förderberichte.

Das Wichtigste in Kürze

  • Fördermittel erfordern genaue Zeitnachweise
  • Projektbezogene Erfassung ist Pflicht
  • Ehrenamtliche Zeit dokumentieren
  • Compliance und Transparenz
  • Schlanke Prozesse, wenig Overhead

Besonderheiten des Sektors

Arbeitsrealität

Wie im Sozialwesen gearbeitet wird:

MerkmalBeschreibung
ProjektfinanziertFördermittel für Projekte
BerichtspflichtigNachweise für Geldgeber
KlientenbezogenArbeit mit Menschen
EhrenamtlichFreiwillige mit dabei
RessourcenknappWenig Geld für Admin

Finanzierung

Woher das Geld kommt:

  • Öffentliche Fördermittel – EU, Bund, Land, Kommune
  • Stiftungen – Private Förderer
  • Spenden – Privatpersonen, Unternehmen
  • Mitgliedsbeiträge – Bei Vereinen
  • Leistungsentgelte – Für erbrachte Dienste
  • Eigenmittel – Selten, begrenzt

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Fördernachweise

Was Geldgeber fordern

Typische Anforderungen:

AnforderungBeschreibung
StundennachweiseWer hat wie viel gearbeitet
ProjektbezugZeit dem Projekt zuordnen
TätigkeitsbeschreibungWas wurde gemacht
UnterschriftBestätigung der Korrektheit
PrüffähigkeitBelege für Prüfung

Dokumentationsstandards

Was erfüllt werden muss:

  • Vollständigkeit – Alle Stunden erfasst
  • Genauigkeit – Keine Schätzungen
  • Nachprüfbarkeit – Original-Aufzeichnungen
  • Unterschriften – Mitarbeiter, ggf. Vorgesetzter
  • Aufbewahrung – Oft 10 Jahre
  • Format – Oft vorgegebene Formulare

Typische Fehler

Was bei Prüfungen auffällt:

FehlerFolge
Fehlende NachweiseRückforderung
Nicht zuordenbarKürzung
Nachträglich erstelltVerdacht
UnstimmigkeitenPrüfung
ÜberlappungenDoppelförderung?

Projektbezogene Erfassung

Struktur

Wie aufbauen:

EbeneBeispiel
FördergeberEU-Sozialfonds
ProjektJugendberufshilfe 2025
ArbeitspaketBeratung, Vermittlung
TätigkeitEinzelgespräch, Workshop

Mehrere Projekte

Wenn Mitarbeiter in mehreren Projekten:

  • Tageserfassung – Welche Stunden wohin
  • Anteil – % der Stelle pro Projekt
  • Exakt – Nicht schätzen, erfassen
  • Konsistent – Gleiche Logik immer
  • Plausibel – Prüfer schaut kritisch

Splitting

Arbeitszeit aufteilen:

SituationErfassung
100% ein ProjektEinfach zuordnen
50/50 zwei ProjekteTäglich splitten
VariabelExakt erfassen
OverheadAnteilig verteilen

Projekt-Zeiterfassung

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Ehrenamtliche Zeit

Warum erfassen

Gründe:

GrundNutzen
EigenanteilOft anrechenbar
WertschätzungZeigt Einsatz
RessourcenplanungWas leisten Ehrenamtliche
NachweisGegenüber Geldgebern
StatistikFür Jahresberichte

Wie erfassen

Methoden:

  • Einfaches System – Nicht zu komplex
  • Selbsterfassung – Ehrenamtliche tragen selbst ein
  • Liste – Bei Treffen unterschreiben
  • App – Wenn technikaffin
  • Bestätigung – Koordinator prüft

Eigenanteil

Bei Förderungen:

AspektRegelung
StundensatzOft pauschal (z.B. 15 €/h)
NachweisUnterschrieben
MaximumJe nach Förderprogramm
AnrechenbarPrüfen!

Compliance

Anforderungen

Was beachten:

ThemaAnforderung
DoppelförderungKeine Stunde doppelt abrechnen
TrennungProjekte klar abgrenzen
TransparenzNachvollziehbar dokumentieren
PrüfungJederzeit möglich
AufbewahrungLange Fristen

Prüfungen

Was kommt:

  • Mittelabruf – Beim Anfordern von Geld
  • Zwischenbericht – Während des Projekts
  • Verwendungsnachweis – Am Projektende
  • Stichproben – Zufällige Kontrolle
  • Sonderprüfung – Bei Verdacht

Praktische Umsetzung

Einfach halten

Ressourcenknappheit berücksichtigen:

PrinzipUmsetzung
EinfachKlare Struktur, wenig Klicks
SchnellTageserfassung unter 2 Min
IntegriertMit anderen Systemen verbunden
GünstigNGO-Rabatte nutzen
MobilFür Außendienst/Klienten

Workflow

Typischer Ablauf:

  • Arbeitsbeginn – Erfassung starten
  • Projektwechsel – Umbuchen
  • Arbeitsende – Erfassung beenden
  • Wöchentlich – Vollständigkeit prüfen
  • Monatlich – Freigabe, Export

Export

Für Berichte:

BerichtFormat
MonatsnachweisPDF, Excel
ProjektübersichtAggregiert
JahresberichtZusammenfassung
VerwendungsnachweisNach Vorgabe

Häufige Fragen

Wenn die ehrenamtliche Arbeit als Eigenanteil bei Fördermitteln angerechnet werden soll: ja. Auch sonst ist es sinnvoll – für Wertschätzung, Ressourcenplanung und Jahresberichte. Die Erfassung sollte aber einfach sein, um Ehrenamtliche nicht zu belasten.
Zeitnah erfassen (nicht nachträglich), vollständig dokumentieren (keine Lücken), korrekt zuordnen (kein Vermischen von Projekten), unterschreiben lassen (Mitarbeiter, ggf. Vorgesetzter), aufbewahren (mindestens 10 Jahre). Bei Unsicherheit: Fördergeber fragen, bevor Fehler passieren.
Ja, das ist üblich. Aber: Die Aufteilung muss täglich dokumentiert werden, nicht pauschal geschätzt. Wenn jemand 50% in Projekt A und 50% in Projekt B arbeitet, muss täglich erfasst werden, welche Stunden wohin gehören. Pauschalverteilung akzeptieren Prüfer oft nicht.
Im besten Fall: Nachbessern, erklären. Im schlechten Fall: Fördermittel werden (teilweise) zurückgefordert. Bei schweren Verstößen: Ausschluss von zukünftiger Förderung. Deshalb: Von Anfang an sauber dokumentieren ist günstiger als später Probleme lösen.
Viele Softwareanbieter haben NGO-Rabatte oder kostenlose Versionen für kleine gemeinnützige Organisationen. Fragen Sie aktiv danach oder suchen Sie gezielt nach 'NGO-Pricing' oder 'Non-Profit-Rabatt'. Die Ersparnis kann erheblich sein.

Fazit

Im Sozialwesen und bei NGOs ist Zeiterfassung mehr als Pflicht – sie ist Voraussetzung für Förderfähigkeit. Projektbezogene Dokumentation, vollständige Nachweise und prüffähige Unterlagen sind entscheidend. Auch ehrenamtliche Zeit sollte erfasst werden, wenn sie als Eigenanteil zählt. Dabei gilt: So einfach wie möglich, so genau wie nötig. Gute Zeiterfassung schützt vor Rückforderungen und macht Transparenz möglich.

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