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Ressourcenplanung und Kapazitätsmanagement

Mitarbeiter-Kapazitäten planen mit Zeiterfassungsdaten: Auslastung steuern und Projekte realistisch besetzen.

5 Min. Lesezeit
Kapazitätsplanung auf Whiteboard

Ressourcenplanung und Kapazitätsmanagement

Wer kann wann wie viel? Ressourcenplanung als Erfolgsfaktor.

Das Wichtigste in Kürze

  • Kapazität = verfügbare Arbeitszeit
  • Auslastung realistisch planen (80%, nicht 100%)
  • Zeiterfassungsdaten für bessere Planung nutzen
  • Puffer für Unvorhergesehenes einplanen
  • Überlastung vermeiden

Warum Ressourcenplanung wichtig ist

Der Nutzen

Was gute Planung bringt:

NutzenAuswirkung
Realistische TermineProjekte werden pünktlich
Zufriedene MitarbeiterKeine Überlastung
Bessere QualitätZeit für sorgfältige Arbeit
Weniger StressPlanbare Arbeitsbelastung
WirtschaftlichkeitRessourcen optimal nutzen

Ohne Ressourcenplanung

Was passiert:

  • Überlastung – Mitarbeiter am Limit
  • Unterauslastung – Kapazität verschenkt
  • Terminprobleme – Projekte verzögern sich
  • Qualitätsmängel – Keine Zeit für Sorgfalt
  • Fluktuation – Gute Leute gehen

Kapazitäten im Blick

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Grundlagen der Kapazitätsplanung

Kapazität berechnen

Verfügbare Zeit ermitteln:

ElementBerechnung
Brutto-KapazitätArbeitsvertrag (z.B. 40h/Woche)
AbzügeUrlaub, Krankheit, Feiertage
Nicht-ProjektMeetings, Verwaltung, Weiterbildung
Netto-KapazitätWas für Projekte bleibt

Beispielrechnung

Für einen Mitarbeiter/Jahr:

  • Arbeitstage/Jahr – 260 Tage
  • - Urlaub – - 30 Tage
  • - Feiertage – - 10 Tage
  • - Krankheit (Schnitt) – - 10 Tage
  • - Weiterbildung – - 5 Tage
  • = Anwesenheit – 205 Tage
  • × Produktivitätsfaktor (80%) – für Meetings, Admin etc.
  • = Projekt-Kapazität – 164 Tage = ca. 1.312 Stunden

Produktivitätsfaktor

Realistisch planen:

TätigkeitsartTypischer Faktor
Entwickler70-80%
Berater (extern)75-85%
Projektleiter50-60%
SupportVariabel

Auslastung steuern

Ziel-Auslastung

Nicht 100% anstreben:

AuslastungBewertung
<70%Unterauslastung, Kapazität frei
70-80%Optimal, Puffer vorhanden
80-90%Hoch, wenig Spielraum
>90%Überlastung, Risiko

Puffer einplanen

Warum Puffer wichtig:

  • Unvorhergesehenes – Bugs, Änderungswünsche
  • Krankheit – Kurzfristige Ausfälle
  • Qualität – Zeit für gute Arbeit
  • Flexibilität – Dringende Anfragen
  • Erholung – Durchatmen zwischen Projekten

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Planungsmethoden

Top-down

Von der Anforderung aus:

SchrittAktion
ProjektbedarfWie viele Stunden braucht Projekt X?
VerfügbarkeitWer hat Kapazität?
ZuweisungMitarbeiter zu Projekten
PrüfungPasst es?

Bottom-up

Von der Verfügbarkeit aus:

  • Mitarbeiter erfassen – Wer ist verfügbar?
  • Kapazität summieren – Gesamt-Kapazität Team
  • Projekte priorisieren – Was ist wichtig?
  • Zuweisen – Nach Priorität besetzen
  • Grenzen erkennen – Was passt nicht mehr rein?

Kombiniert

Best Practice:

PhaseMethode
JahresplanungTop-down (Budget, Strategie)
QuartalsplanungKombiniert
Sprint/MonatBottom-up (reale Verfügbarkeit)

Tools und Visualisierung

Kapazitätsübersicht

Was anzeigen:

ElementDarstellung
MitarbeiterZeilen
ZeitraumSpalten (Wochen/Monate)
AuslastungProzent oder Stunden
FarbcodierungGrün/Gelb/Rot

Ressourcenkalender

Planungsansicht:

  • Mitarbeiter-Zeilen – Alle Teammitglieder
  • Projekt-Blöcke – Zugewiesene Projekte
  • Abwesenheiten – Urlaub, Krankheit
  • Verfügbar – Freie Kapazität
  • Konflikte – Überbuchung markiert

Typische Herausforderungen

Überbuchung

Wenn mehr geplant als verfügbar:

LösungWann
PriorisierenWas ist wichtiger?
VerschiebenZeitlich entzerren
Externe RessourcenFreelancer, Zeitarbeit
Scope reduzierenWeniger liefern
AblehnenProjekt nicht annehmen

Unterbuchung

Wenn Kapazität frei:

  • Akquise – Neue Projekte gewinnen
  • Interne Projekte – Verbesserungen, Schulung
  • Vorarbeit – Für kommende Projekte
  • Weiterbildung – Skills aufbauen
  • Puffer nutzen – Bewusst freihalten

Skill-Mismatch

Falsche Qualifikationen:

SituationLösung
Skill fehltWeiterbildung, externe Hilfe
Falsche VerteilungUmplanen
Engpass-SkillsAufbauen, redundant besetzen

Zeiterfassungsdaten nutzen

Für bessere Planung

Daten auswerten:

AuswertungNutzen
Ist vs. PlanSchätzungen verbessern
ProduktivitätsfaktorRealistischer kalkulieren
Saisonale MusterVorausplanen
KrankheitsquotePuffer richtig bemessen

Kontinuierliche Verbesserung

Aus Daten lernen:

  • Erfassen – Alle Zeiten dokumentieren
  • Analysieren – Abweichungen verstehen
  • Anpassen – Planung verbessern
  • Wiederholen – Kontinuierlich optimieren

Häufige Fragen

70-80% für Projektarbeit ist realistisch und gesund. 100% funktioniert nie – es gibt immer Meetings, Admin, Unvorhergesehenes. Dauerhafte Überplanung führt zu Burnout, Qualitätsproblemen und Fluktuation. Puffer ist kein Luxus, sondern notwendig.
Puffer einplanen (20-30% der Kapazität). Priorisierung vorbereiten: Was kann warten? Eskalationsprozess definieren: Wer entscheidet bei Konflikten? Transparenz schaffen: Wenn neu rein kommt, muss anderes warten. Kommunizieren statt Druck aufbauen.
Beides. Pro Projekt: Was braucht dieses Projekt an Ressourcen? Pro Person: Was kann dieser Mitarbeiter leisten? Die Herausforderung ist der Abgleich: Summe der Projektbedarfe muss zur Summe der Kapazitäten passen. Tools helfen bei der Visualisierung.
Abhängig vom Horizont. Langfristig (Quartal/Jahr): grobe Zuordnung, Persontage. Mittelfristig (Monat): Wochenweise, genauere Zuordnung. Kurzfristig (Sprint/Woche): Tagesgenau, konkrete Aufgaben. Zu detaillierte Langfristplanung ist Zeitverschwendung.
Individuelle Faktoren vermeiden – das führt zu Diskussionen und Demotivation. Besser: Realistische Team-Durchschnitte verwenden. Seniorität berücksichtigen (Senior schafft mehr als Junior). Aus historischen Daten lernen, nicht aus Annahmen.

Fazit

Ressourcenplanung ist der Schlüssel zu realistischen Projekten und zufriedenen Mitarbeitern. Kapazität ehrlich berechnen, Ziel-Auslastung bei 70-80% halten, Puffer einplanen. Zeiterfassungsdaten helfen, Schätzungen zu verbessern und Muster zu erkennen. Die Kombination aus Top-down- und Bottom-up-Planung liefert die besten Ergebnisse.

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