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Projektzeiterfassung in Scrum und agilen Teams

Zeiterfassung in Scrum: Wie passt Stundenbuchung zu Sprints, Story Points und agilem Arbeiten?

5 Min. Lesezeit
Agiles Team bei der Sprint-Planung mit Zeiterfassung

Projektzeiterfassung in Scrum und agilen Teams

Agile Methoden wie Scrum setzen auf Story Points statt Stunden. Trotzdem müssen Arbeitszeiten erfasst werden. Wie bringt man beides zusammen?

Das Wichtigste in Kürze

  • Story Points messen Komplexität, nicht Zeit
  • Zeiterfassung bleibt gesetzlich Pflicht
  • Beides kann parallel existieren
  • Zeitdaten helfen bei Kapazitätsplanung
  • Abrechnung oft stundenbasiert

Scrum und Zeiterfassung

Der vermeintliche Widerspruch

In Scrum wird oft gesagt:

"Wir schätzen in Story Points, nicht in Stunden"
"Zeiterfassung ist Micromanagement"
"Agile bedeutet Vertrauen"

Die Realität

Trotzdem brauchen Sie Zeiterfassung:

GrundErklärung
Gesetzliche PflichtArbeitszeitgesetz
KundenabrechnungOft nach Stunden
KapazitätsplanungWie viel Zeit haben wir?
ProjektbudgetSind wir im Plan?
PersonalkostenWas kostet das Team?

Story Points vs. Stunden

Was sind Story Points?

Story Points messen die relative Komplexität:

  • Vergleich mit Referenz-Stories
  • Fibonacci-Sequenz (1, 2, 3, 5, 8, 13...)
  • Beinhaltet: Komplexität, Unsicherheit, Aufwand
  • Nicht direkt in Stunden umrechenbar

Warum trotzdem Zeiterfassung?

AspektStory PointsZeiterfassung
ZweckSchätzung/PlanungDokumentation
WannVor der ArbeitWährend der Arbeit
WasKomplexitätTatsächlicher Aufwand
NutzerTeam (Planung)Abrechnung, HR, Compliance

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Zeiterfassung im Sprint

Wann buchen?

Optionen für das Team:

AnsatzVorteilNachteil
TäglichGenauAufwändig
Am Sprint-EndeWenig AufwandUngenau
Bei Story-AbschlussStory-bezogenVergessen möglich
WöchentlichKompromissUngenau

Empfehlung

Tägliche Erfassung, aber einfach:

  • Nur Projekt und grobe Kategorie
  • Keine Detailbeschreibung jeder Aufgabe
  • Timer-Funktion nutzen
  • Am Ende des Tages kurz prüfen

Granularität der Erfassung

Zu grob

Buchung: "Sprint 5 - 40 Stunden"
→ Keine Aussagekraft

Sinnvoll

  • Projekt A - Feature X: 16h
  • Projekt A - Bugfixes: 8h
  • Projekt B - Spike: 4h
  • Meetings: 8h
  • Reviews/Retros: 4h

Zu fein

  • Ticket ABC-123: 45 Min.
  • Code Review ABC-124: 15 Min.
  • ... (100 Einträge pro Sprint)

Velocity und Zeiterfassung

Velocity verstehen

Velocity = Story Points pro Sprint

  • Sprint 1: 24 SP
  • Sprint 2: 28 SP
  • Sprint 3: 26 SP
  • Durchschnitt: 26 SP/Sprint

Mit Zeiterfassung verknüpfen

Interessante Analyse:

MetrikBerechnung
Stunden pro Story PointGesamtstunden / Story Points
Team-KapazitätVerfügbare Stunden im Sprint
ProduktivitätSP / verfügbare Stunden

Vorsicht bei Interpretation

  • Story Points sollen nicht in Stunden umgerechnet werden
  • Aber: Trends erkennen (wird Velocity bei gleicher Zeit besser?)
  • Team-interne Nutzung, nicht für Kontrolle

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Abrechnung bei agilen Projekten

Modelle

ModellZeiterfassung relevant?
FestpreisIntern ja, Abrechnung nein
Time & MaterialJa, Basis für Rechnung
Team as a ServiceOft pauschal pro Sprint
Agile FestpreisIntern ja

Time & Material

Bei stundenbasierter Abrechnung:

  • Zeiterfassung ist Pflicht
  • Nachweis für Kunden
  • Story-Bezug oft gewünscht
  • Transparenz schafft Vertrauen

Retrospektive nutzen

Zeit-Themen in der Retro

Fragen für die Retrospektive:

  • Wie viel Zeit ging für Meetings drauf?
  • Wo wurden wir blockiert?
  • Stimmt unser Zeitgefühl mit den Daten überein?
  • Können wir Prozesse verschlanken?

Daten als Diskussionsgrundlage

Zeitdaten ermöglichen:

  • Objektive Diskussion statt Bauchgefühl
  • Trends über Sprints erkennen
  • Verbesserungen messbar machen

Tipps für agile Teams

Zeiterfassung positiv framen

Nicht: "Wir müssen kontrollieren, wie lange ihr braucht."

Sondern: "Wir brauchen die Daten für Abrechnung und Kapazitätsplanung."

Selbstorganisation

Team entscheidet:

  • Wie detailliert erfassen?
  • Wann erfassen?
  • Welche Kategorien?

Automation

Wo möglich automatisieren:

  • Integration mit Jira/Azure DevOps
  • Timer-Funktion in der App
  • Vorlagen für wiederkehrende Buchungen

Häufige Fragen

Nein. Das agile Manifest sagt nicht, dass man keine Zeit erfassen darf. Es betont, dass funktionierende Software wichtiger ist als Prozesse. Zeiterfassung ist eine Notwendigkeit (Gesetz, Abrechnung), kein Widerspruch zu Agilität.
Schätzen Sie in Story Points für die Sprint-Planung. Erfassen Sie Stunden für Abrechnung und Compliance. Das sind zwei verschiedene Dinge, die parallel existieren können.
Nutzen Sie Zeitdaten für Kapazitätsplanung und Prozessverbesserung, nicht für individuelle Leistungskontrolle. Transparenz im Team, Nutzung in Retrospektiven, und Fokus auf Team-Metriken statt Einzelpersonen.
So detailliert wie nötig, so einfach wie möglich. Erfassung auf Projektebene reicht oft. Bei Time & Material eventuell auf Story-Ebene. Vermeiden Sie Minutentracking für jede Aufgabe.
Nein, Velocity ist Story Points pro Sprint, nicht Stunden. Sie können aber analysieren, wie viele Stunden pro Story Point anfallen – als Team-interner Insight, nicht als Umrechnungsfaktor.

Fazit

Zeiterfassung und Scrum schließen sich nicht aus. Story Points dienen der Sprint-Planung, Zeiterfassung der Dokumentation und Abrechnung. Beide können parallel existieren. Wichtig ist, die Zeiterfassung einfach zu halten und nicht für Micromanagement zu missbrauchen. Nutzen Sie die Daten für Kapazitätsplanung und kontinuierliche Verbesserung – ganz im Sinne von Scrum.

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