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Projektnachkalkulation: Methoden und Auswertung

Projektzeiten auswerten: Methoden der Nachkalkulation für bessere Schätzungen und profitable Projekte.

5 Min. Lesezeit
Diagramm zur Projektnachkalkulation

Projektnachkalkulation: Methoden und Auswertung

Nach dem Projekt ist vor dem Projekt – lernen aus vergangenen Zeitdaten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Nachkalkulation vergleicht Plan mit Realität
  • Zeitdaten sind zentrale Grundlage
  • Abweichungen analysieren, nicht nur feststellen
  • Erkenntnisse für zukünftige Projekte nutzen
  • Regelmäßig durchführen, nicht nur bei Problemen

Warum Nachkalkulation wichtig ist

Ziele

Was erreicht werden soll:

ZielNutzen
KostenkontrolleWar das Projekt profitabel?
LernenWas lief gut, was nicht?
Bessere SchätzungenZukünftige Angebote realistischer
ProzessverbesserungIneffizienzen aufdecken
VerantwortungErgebnisse transparent machen

Folgen ohne Nachkalkulation

Was passiert:

  • Wiederholung von Fehlern – Immer die gleichen Probleme
  • Unrealistische Angebote – Zu niedrig kalkuliert
  • Unerkannte Verluste – Projekt defizitär ohne es zu wissen
  • Keine Verbesserung – Prozesse bleiben ineffizient
  • Frustriertes Team – Probleme nicht adressiert

Projektzeiten auswerten

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Methoden der Nachkalkulation

Einfacher Soll-Ist-Vergleich

Basisansatz:

ElementBeschreibung
Soll-StundenGeplant aus Angebot/Kalkulation
Ist-StundenTatsächlich erfasst
AbweichungDifferenz absolut und prozentual
BewertungUnter/über Plan

Detaillierte Analyse

Tiefer gehen:

  • Nach Arbeitspaketen – Wo genau die Abweichung
  • Nach Mitarbeitern – Wer war effizient
  • Nach Aktivitäten – Was hat lange gedauert
  • Nach Phasen – Konzeption vs. Umsetzung
  • Nach Kostenarten – Intern, extern, Material

Earned Value Analyse

Fortgeschritten:

KennzahlBedeutung
Planned Value (PV)Geplanter Wert
Earned Value (EV)Erreichter Wert
Actual Cost (AC)Tatsächliche Kosten
SPI (EV/PV)Zeitliche Effizienz
CPI (EV/AC)Kosten-Effizienz

Daten sammeln

Aus der Zeiterfassung

Was gebraucht wird:

DatenWozu
Gebuchte StundenIst-Aufwand
Zuordnung zu PaketenDetailanalyse
MitarbeiterWer hat gearbeitet
StundensätzeKostenberechnung
ZeitraumProjektdauer

Weitere Quellen

Ergänzend:

  • Planungsdokumente – Ursprüngliche Schätzung
  • Änderungsanträge – Scope-Änderungen
  • Buchhaltung – Externe Kosten
  • Rechnungen – Was wurde abgerechnet
  • Projektdokumentation – Was lief, was nicht

Alle Projektdaten bereit

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Abweichungen analysieren

Typische Muster

Was zeigt sich:

MusterMögliche Ursache
Überall MehraufwandSystematisch unterschätzt
Ein Bereich stark überDort lag das Problem
Gut in Plan, aber defizitärExterne Kosten vergessen
Unter PlanÜberschätzt oder sehr effizient

Ursachen finden

Kategorien:

  • Planung – Schätzfehler, unklar
  • Scope – Mehr als ursprünglich
  • Extern – Kunde, Lieferanten
  • Team – Krankheit, Fluktuation
  • Technik – Probleme, neue Anforderungen
  • Prozess – Doppelarbeit, Warten

Quantifizierung

Zahlen ermitteln:

AspektBerechnung
Absolute AbweichungIst - Soll
Relative Abweichung(Ist - Soll) / Soll × 100%
KostenabweichungStunden × Stundensatz
Anteil an GesamtAbweichung Teil / Gesamt

Erkenntnisse umsetzen

Lessons Learned

Systematisch aufarbeiten:

FrageDokumentieren
Was lief gut?Wiederholen
Was lief schlecht?Vermeiden
Was war überraschend?Künftig einplanen
Was fehlte?Ergänzen
Was war unnötig?Weglassen

Schätzungen verbessern

Für die Zukunft:

  • Historische Daten nutzen – Ähnliche Projekte
  • Puffer realistisch – Basierend auf Abweichungen
  • Risikobewertung – Was könnte schiefgehen
  • Aufschläge – Für Unbekanntes
  • Mehraugen-Prinzip – Schätzung prüfen lassen

Praktische Umsetzung

Zeitpunkt

Wann nachkalkulieren:

ZeitpunktEmpfehlung
Nach ProjektabschlussStandard
Nach MeilensteinenBei längeren Projekten
Bei ProblemenSofort
RegelmäßigQuartalsweise Übersicht

Beteiligte

Wer dabei sein sollte:

  • Projektleiter – Verantwortlich
  • Team-Mitglieder – Perspektive
  • Controlling – Zahlen, Methodik
  • Vertrieb – Für Angebote
  • Management – Bei wichtigen Projekten

Häufige Fragen

Richtwert: 1-2% des Projektaufwands. Ein 500-Stunden-Projekt verdient 5-10 Stunden Nachkalkulation. Bei Routine-Projekten reicht weniger (Standardauswertung), bei großen oder problematischen Projekten mehr (tiefe Analyse). Wichtig: Den Aufwand selbst auch planen.
Häufiges Problem. Mit dem Vorhandenen arbeiten, Lücken kennzeichnen. Schätzungen für fehlende Zeiten sind möglich, aber als Schätzung markieren. Für die Zukunft: Zeiterfassungsprozess verbessern. Eine ungefähre Nachkalkulation ist besser als keine.
Minimum: Gesamtvergleich Soll/Ist. Standard: Auf Ebene der Arbeitspakete. Detail: Bis auf Person und Aktivität. Faustregel: So detailliert, dass Ursachen für wesentliche Abweichungen erkennbar werden, nicht detaillierter als nötig.
Separat betrachten: Ursprünglicher Scope – wie lief der? Zusatzaufwand durch Änderungen – war der realistisch kalkuliert? Beide analysieren. Hoher Scope-Change-Aufwand kann auf schlechtes Anforderungsmanagement hindeuten.
Minimum: Projektleitung und Beteiligte. Empfehlung: Auch Vertrieb (für bessere Angebote) und Management (bei wichtigen Projekten). Transparenz fördert Lernen – aber nicht als Bestrafung nutzen, sondern als Verbesserungswerkzeug.

Fazit

Nachkalkulation ist Investition in bessere zukünftige Projekte. Soll-Ist-Vergleich der Zeitdaten ist die Basis, aber die Analyse der Ursachen bringt den Mehrwert. Abweichungen nicht nur feststellen, sondern verstehen. Erkenntnisse dokumentieren und tatsächlich anwenden. Regelmäßig durchführen, auch bei erfolgreichen Projekten.

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