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Interne vs. externe Projektzeit: Richtig zuordnen

Projektzeit korrekt kategorisieren: Wann ist Zeit intern, wann extern abrechenbar? Klare Regeln für die Praxis.

5 Min. Lesezeit
Diagramm mit interner und externer Zeit

Interne vs. externe Projektzeit: Richtig zuordnen

Nicht jede Arbeitsstunde bringt Umsatz – aber alle kosten Geld.

Das Wichtigste in Kürze

  • Extern = abrechenbar an Kunden
  • Intern = nicht abrechenbar, aber nötig
  • Klare Kategorisierung wichtig
  • Beide Arten erfassen
  • Verhältnis optimieren

Definition

Externe Projektzeit

Was dazugehört:

BeispielBeschreibung
KundenauftragDirekte Auftragsarbeit
KonzepteFür Kunden erstellt
ProduktionErstellte Leistung
MeetingsKundenmeetings
KorrekturenIm Rahmen des Auftrags

Interne Projektzeit

Was dazugehört:

  • Akquise/Pitch – Neukundengewinnung
  • Weiterbildung – Schulungen, Lernen
  • Administration – E-Mails, Orga
  • Interne Meetings – Teamrunden, Abstimmung
  • Interne Projekte – Eigene Website, Tools
  • Leerlauf – Zwischen Projekten

Zeit richtig kategorisieren

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Warum die Unterscheidung wichtig ist

Rentabilität messen

Nur so sichtbar:

KennzahlBerechnung
Externe QuoteExtern / Gesamt × 100%
Interner AufwandGesamt - Extern
Kosten internIntern × interner Satz
DeckungsbeitragExtern - Intern - Fixkosten

Ohne Unterscheidung

Was schief geht:

  • Kalkulation falsch – Interne Zeit nicht eingerechnet
  • Preise zu niedrig – Nicht alle Kosten berücksichtigt
  • Steuerung unmöglich – Was kostet intern wirklich?
  • Scheinrentabilität – Projekt sieht profitabel aus
  • Überraschungen – Gewinn ist weg

Praktische Umsetzung

Kategorien definieren

Was festlegen:

KategorieBeispiele
Extern: KundeProjektarbeit für Kunden
Extern: SupportWartung, Pflege (abrechenbar)
Intern: AkquisePitches, Angebote
Intern: AdminVerwaltung, E-Mails
Intern: EntwicklungEigene Projekte
Intern: WeiterbildungSchulung, Lernen

Grenzfälle

Nicht immer eindeutig:

  • Angebot schreiben – Meist intern (vor Auftrag)
  • Kunde reklamiert – Kommt drauf an (Vertrag?)
  • Allgemeine Recherche – Intern (kein konkreter Auftrag)
  • Projektbezogene Recherche – Extern (Teil des Auftrags)
  • Interne Abstimmung zu Projekt – Oft extern (gehört zum Auftrag)

Im System abbilden

Wie einrichten:

FeldAusprägung
ProjekttypExtern / Intern
KundeKundename oder „Intern"
AbrechenbarJa / Nein
KostenstelleWenn gewünscht

Klare Zuordnung

MyTimeTracker macht die Unterscheidung einfach und übersichtlich.

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Analyse und Optimierung

Quote messen

Was anstreben:

BrancheExterne Quote
Agentur60-75%
Beratung70-85%
IT-Dienstleister65-80%
Handwerk75-85%

Analyse

Was auswerten:

  • Pro Mitarbeiter – Wer hat welche Quote?
  • Pro Team – Unterschiede?
  • Pro Zeitraum – Trends?
  • Pro Kategorie – Was kostet intern?
  • Benchmark – Vergleich mit Ziel

Optimierung

Wie verbessern:

MaßnahmeWirkung
Akquise effizienterWeniger Pitches pro Auftrag
Admin reduzierenProzesse optimieren
Meetings kürzenWeniger interne Abstimmung
Leerlauf nutzenInterne Projekte vorziehen
Preise anpassenInterne Zeit einkalkulieren

Grenzziehung

Regeln festlegen

Eindeutigkeit schaffen:

SituationRegel
AngebotIntern bis Auftrag
BriefingExtern ab Kick-off
KorrekturExtern wenn vertraglich
NacharbeitExtern wenn Mangel
EigeninitiativeIntern

Dokumentieren

Für alle transparent:

  • Definition – Was ist intern/extern?
  • Beispiele – Konkrete Fälle
  • Grenzfälle – Entscheidungsbaum
  • Verantwortung – Wer entscheidet?
  • Anpassung – Wann überprüfen?

Häufige Fragen

Ja, Akquise ist intern – bis ein Auftrag erteilt wird. Dann beginnt externe Zeit. Akquise ist Investition: Sie wissen vorher nicht, ob sie erfolgreich ist. Deshalb: Akquisezeit erfassen, um zu wissen, was Neukundengewinnung kostet. Das gehört in die Kalkulation.
Ja, Arbeit für Pauschalprojekte ist extern (=Kundenauftrag). Aber intern sollten Sie trotzdem tracken: Wie viele Stunden werden für die Pauschale investiert? Nur so wissen Sie, ob die Pauschale kostendeckend ist. Extern bedeutet: für Kunden. Nicht: wird nach Stunden abgerechnet.
Für die gesetzliche Zeiterfassungspflicht: Die Arbeitszeit muss dokumentiert werden, egal für was. Für Ihre Kalkulation: Unbedingt! Wenn Sie nicht wissen, wie viel Zeit intern fließt, können Sie nicht richtig kalkulieren. Die ‚unsichtbaren' Stunden kosten trotzdem Geld.
Je nach Branche 60-85%. Unter 50% ist problematisch – zu viel Zeit fließt in nicht-bezahlte Arbeit. Über 85% kann bedeuten, dass wichtige Dinge vernachlässigt werden (Akquise, Weiterbildung). Messen Sie Ihre Quote und setzen Sie realistische Ziele.
Erst verstehen: Warum? Rolle (z.B. HR hat naturgemäß viel intern), Projektphase (zwischen Projekten), Ineffizienz? Dann: Wenn strukturell, in Kalkulation einpreisen. Wenn temporär, Aufgaben umverteilen. Wenn Ineffizienz, Gespräch führen. Kein Automatismus: ‚Viel intern = schlecht'.

Fazit

Die Unterscheidung zwischen interner und externer Projektzeit ist fundamental für Ihre Rentabilität. Nur wenn Sie wissen, wie viel Zeit in nicht-abrechenbare Arbeit fließt, können Sie richtig kalkulieren. Klare Regeln, konsequente Erfassung und regelmäßige Analyse sind der Schlüssel. Die externe Quote ist eine wichtige Kennzahl – aber nicht die einzige. Auch interne Zeit ist wertvoll, wenn sie Ihrem Unternehmen dient.

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