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Schichtplanung im Gesundheitswesen: Besonderheiten

Dienstplanung in Pflege und Krankenhaus: Schichtmodelle, rechtliche Vorgaben und Tipps für faire Planung.

4 Min. Lesezeit
Pflegekraft am Dienstplan

Schichtplanung im Gesundheitswesen: Besonderheiten

24/7-Betrieb, Fachkräftemangel, hohe Belastung – Dienstplanung in der Pflege ist eine Herausforderung.

Das Wichtigste in Kürze

  • Gesundheitswesen: besondere Arbeitszeitregeln
  • Schichtmodelle an Versorgungsbedarf anpassen
  • Ruhezeiten und Belastungsausgleich beachten
  • Mitarbeitereinbindung erhöht Akzeptanz
  • Digitale Tools erleichtern komplexe Planung

Besonderheiten im Gesundheitswesen

Was anders ist

Herausforderungen:

FaktorAuswirkung
24/7-BetriebSchichten rund um die Uhr
PatientenbedarfNicht planbar
FachkräftemangelWenig Spielraum
Hohe BelastungFluktuation, Krankheit
QualifikationBestimmte Skills pro Schicht

Rechtliche Rahmenbedingungen

Was gilt:

  • Arbeitszeitgesetz – Max. 10h/Tag, 48h/Woche
  • Ruhezeit – 11h, in Kliniken verkürzt möglich
  • Nachtarbeit – Max. 8h, Gesundheitsschutz
  • Bereitschaftsdienst – Besondere Regeln
  • Tarifverträge – TVöD, TV-L, etc.

Komplexe Dienstpläne einfach

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Schichtmodelle

Klassisches Drei-Schicht-System

Das Standardmodell:

SchichtZeitenDauer
Früh06:00-14:008h
Spät14:00-22:008h
Nacht22:00-06:008h

Varianten

Alternative Modelle:

  • Zwei-Schicht – Nur Früh/Spät, Nacht extern
  • Vier-Schicht – Mit Überlappung für Übergabe
  • 12-Stunden – Weniger Tage, längere Schichten
  • Geteilte Dienste – Morgens und abends
  • Flexpool – Springer für Ausfälle

Besetzungsschlüssel

Wie viele pro Schicht:

BereichFrühSpätNacht
Station (Beispiel)542
Intensiv332
Notaufnahme443

Planungsprinzipien

Vorausplanung

Zeitrahmen:

HorizontInhalt
JahresplanUrlaube, Feiertage, Grundmuster
MonatsplanKonkrete Schichtzuteilung
WochenplanFeinabstimmung
TagesplanKurzfristige Änderungen

Fairness sicherstellen

Gerechte Verteilung:

  • Nachtschichten – Gleichmäßig verteilen
  • Wochenenden – Rotierend zuteilen
  • Feiertage – Jährlich ausgleichen
  • Wunschdienste – Berücksichtigen, aber fair
  • Belastung – Schwere Schichten ausgleichen

Faire Schichtverteilung

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Herausforderungen meistern

Ausfallmanagement

Wenn jemand ausfällt:

StrategieUmsetzung
Springer-PoolDedizierte Einspringer
ÜberstundenBestehende MA verlängern
ZeitarbeitExterne Kräfte
SchichttauschUntereinander
RufbereitschaftFür Notfälle

Wunschplanung

Mitarbeiter einbinden:

  • Wünsche sammeln – Bis Stichtag
  • Priorisieren – Nach Regeln
  • Konflikte lösen – Gespräch, Kompromiss
  • Plan erstellen – Wünsche berücksichtigt
  • Kommunizieren – Transparent erklären

Work-Life-Balance

Belastung begrenzen:

MaßnahmeWirkung
Verlässliche DienstplänePlanbarkeit für MA
Keine DauernachtWechsel ermöglichen
AusgleichstageNach Belastungsspitzen
Teilzeit ermöglichenFlexibilität bieten

Digitale Unterstützung

Was Software kann

Funktionen:

FunktionNutzen
Automatische PlanungZeitersparnis
RegelprüfungCompliance sichern
TauschbörseSelbstorganisation
Mobile AppÜberall einsehbar
AuswertungenFairness prüfen

Einführung im Team

Erfolgsfaktoren:

  • Schulung – Alle Nutzer schulen
  • Testphase – Parallel zu Papier
  • Feedback – Anpassungen vornehmen
  • Support – Ansprechpartner benennen
  • Geduld – Umstellung braucht Zeit

Häufige Fragen

Idealerweise 4 Wochen vorher, manche Tarifverträge schreiben das vor. Mitarbeiter brauchen Planungssicherheit für ihr Privatleben. Je früher der Plan steht, desto weniger Änderungen und Frust. Änderungen danach nur im Einvernehmen.
Grundsätzlich ja, wenn die Qualifikation stimmt und die Leitung zustimmt. Eine Tauschbörse kann das organisieren. Wichtig: Ruhezeiten und Arbeitszeitgrenzen müssen auch nach dem Tausch eingehalten werden. Dokumentation nicht vergessen.
Rechtlich: Das Arbeitszeitgesetz begrenzt die wöchentliche Arbeitszeit, nicht die Anzahl aufeinanderfolgender Nächte. Arbeitsmedizinisch: Maximal 3-4 Nächte hintereinander werden empfohlen, dann Erholung. Tarifverträge können strengere Regeln haben.
Kurzfristig: Priorisieren, Leiharbeit, Überstunden begrenzen. Mittelfristig: Recruiting verstärken, Arbeitsbedingungen verbessern, Flexpool aufbauen. Langfristig: Arbeitgeberattraktivität steigern, Fluktuation senken. Dauerhafte Unterbesetzung ist nicht tragbar und gefährdet Patienten und Personal.
Das hängt vom Arbeitsvertrag ab. Wenn Schichtdienst vereinbart ist, grundsätzlich ja – aber anteilig. Teilzeit 50% bedeutet nicht: nur Tagdienst. Aber die Belastung sollte verhältnismäßig sein. Manche Häuser haben Modelle, die nur Tagdienst vorsehen – dann muss das vereinbart sein.

Fazit

Schichtplanung im Gesundheitswesen ist komplex: 24/7-Betrieb, Fachkräftemangel und hohe Belastung erfordern durchdachte Konzepte. Faire Verteilung von Nacht- und Wochenenddiensten, verlässliche Dienstpläne und Mitarbeitereinbindung sind entscheidend für Zufriedenheit und Bindung. Digitale Tools können die Planung erleichtern, ersetzen aber nicht den menschlichen Blick für individuelle Situationen.

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