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Unterbesetzung im Dienstplan: Was tun?

Notbesetzung bei Personalausfall: Strategien für kurzfristige Lücken und langfristige Lösungen.

5 Min. Lesezeit
Leerer Arbeitsplatz in Schicht

Unterbesetzung im Dienstplan: Was tun?

Wenn die Schicht nicht besetzt ist – Strategien für den Notfall und die Prävention.

Das Wichtigste in Kürze

  • Unterbesetzung hat viele Ursachen
  • Kurzfristige und langfristige Lösungen
  • Prävention ist besser als Reaktion
  • Mitarbeiter nicht ausbrennen
  • Qualität darf nicht leiden

Ursachen verstehen

Warum Unterbesetzung entsteht

Typische Gründe:

UrsacheHäufigkeit
KrankmeldungSehr häufig
KündigungRegelmäßig
Urlaub schlecht geplantVermeidbar
Unerwartet hoher BedarfGelegentlich
Chronische UnterbesetzungStrukturell

Akut vs. strukturell

Unterscheidung wichtig:

  • Akut – Plötzlicher Ausfall
  • Geplant (schlecht) – Urlaub überlappen
  • Saisonal – Hochsaison nicht geplant
  • Strukturell – Dauerhaft zu wenig Personal
  • Punktuell – Einmalige Spitze

Ausfälle managen

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Kurzfristige Maßnahmen

Sofort-Optionen

Wenn die Schicht gefährdet ist:

MaßnahmeUmsetzung
Einspringer anfragenAus dem Team
SchichttauschKollegen tauschen
ÜberstundenBestehende verlängern
Springer-PoolDedizierte Einspringer
ZeitarbeitExtern

Anfrage-Reihenfolge

Wen zuerst fragen:

  • Freiwillige im Team – Wer hat Lust/Zeit?
  • Springer-Pool – Dafür vorgesehen
  • Teilzeitkräfte – Aufstockung möglich?
  • Überstunden – Wer kann verlängern?
  • Extern – Zeitarbeit, Aushilfen

Überstunden-Grenzen

Was beachten:

GrenzeRegelung
10h/TagMaximum ArbZG
48h/WocheIm Durchschnitt
Ruhezeit11h einhalten
ZustimmungMA muss einverstanden sein
AusgleichIn 6 Monaten

Mittelfristige Lösungen

Springer-Pool aufbauen

Dedizierte Vertretung:

ElementUmsetzung
RekrutierungIntern oder extern
QualifikationFür mehrere Bereiche
VerfügbarkeitFlexibel einsetzbar
VergütungAttraktiv gestalten
PlanungRegelmäßig einsetzen

Aushilfen-Netzwerk

Externe Ressourcen:

  • Identifizieren – Studierende, Rentner, Minijobber
  • Qualifizieren – Grundschulung
  • Pflegen – Regelmäßiger Kontakt
  • Schnell aktivieren – Kurze Wege
  • Fair behandeln – Auch bei Aushilfen

Kapazitäten überblicken

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Langfristige Prävention

Ausreichend Personal

Strukturell lösen:

MaßnahmeWirkung
Realistische BesetzungPuffer einplanen
RecruitingStellen besetzen
AttraktivitätMA halten
Teilzeit ermöglichenMehr Köpfe, weniger Stunden

Planung verbessern

Lücken vermeiden:

  • Vorausschauend – Frühzeitig planen
  • Urlaubs-Koordination – Nicht alle gleichzeitig
  • Saisonalität – Hochphasen berücksichtigen
  • Puffer – Nicht 100% auslasten
  • Monitoring – Frühwarnsystem

Arbeitsbedingungen

Krankenstand senken:

FaktorMaßnahme
BelastungReduzieren
WertschätzungZeigen
Work-Life-BalanceErmöglichen
BetriebsklimaVerbessern
GesundheitsförderungAnbieten

Grenzen erkennen

Wann es nicht mehr geht

Alarmzeichen:

SignalBedeutung
Dauerhafte ÜberstundenStrukturell zu wenig
Krankenstand steigtÜberlastung
Kündigungen häufen sichFlucht
Qualität sinktGefährlich
KundenbeschwerdenAußenwirkung

Prioritäten setzen

Was dann:

  • Sicherheit – Geht vor
  • Kernaufgaben – Was muss sein?
  • Qualität – Nicht gefährden
  • Mitarbeiter – Nicht ausbrennen
  • Kommunikation – Kunden/Gäste informieren

Nein sagen lernen

Manchmal nötig:

SituationOption
ÜberbuchungAblehnen
ZusatzaufträgeVerschieben
ÖffnungszeitenReduzieren
Service-LevelAnpassen

Häufige Fragen

Grundsätzlich: nein. Überstunden brauchen Zustimmung (außer in echten Notfällen). Arbeitsvertrag oder Betriebsvereinbarung können Flexibilitätsklauseln enthalten. Aber: Wer ständig zwingt, verliert Mitarbeiter. Freiwilligkeit und faire Vergütung sind besser.
Identifizieren Sie Mitarbeiter, die flexibel sind und verschiedene Bereiche beherrschen. Schulen Sie sie breiter. Machen Sie Einspringen attraktiv (Zuschläge, Wunschdienstplan). Externe Springer: Kontakt zu Zeitarbeitsfirmen oder eigener Pool aus Aushilfen, ehemaligen Mitarbeitern.
Das ist ein strukturelles Problem, das nicht mit Einspringen gelöst werden kann. Ursachenanalyse: Warum sind Stellen unbesetzt? Recruiting verstärken, Arbeitsbedingungen verbessern, Vergütung prüfen. Manchmal: Leistungsumfang reduzieren. Dauerhafte Überlastung ist nicht tragbar.
Überstunden begrenzen (gesetzlich und darüber hinaus). Pausen und Ruhezeiten einhalten. Wertschätzung zeigen. Belastung fair verteilen. Rückzugsmöglichkeit: Auch mal Nein sagen dürfen. Regelmäßig nachfragen, wie es geht. Anzeichen für Überlastung ernst nehmen.
Ja, als Unternehmer entscheiden Sie das. Kommunizieren Sie es transparent (Schild, Website). Kurzfristige Schließung bei akutem Ausfall ist zulässig. Dauerhaft reduzierte Zeiten können betriebswirtschaftlich sinnvoller sein als Dauerstress für zu wenig Personal.

Fazit

Unterbesetzung ist ein häufiges Problem – die Lösung liegt in einer Kombination aus kurzfristigen Maßnahmen (Einspringer, Überstunden) und langfristiger Prävention (Springer-Pool, ausreichend Personal, gute Arbeitsbedingungen). Strukturelle Unterbesetzung lässt sich nicht wegmanagen – sie muss an der Wurzel gelöst werden. Mitarbeiter-Gesundheit und Qualität dürfen nicht dauerhaft unter Personalmangel leiden.

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