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Zeiterfassung in der Gastronomie und Hotellerie

Zeiterfassung in Gastronomie und Hotels: Anforderungen, Schichtplanung und Lösungen für die Branche.

5 Min. Lesezeit
Zeiterfassung in Restaurant und Hotel

Zeiterfassung in der Gastronomie und Hotellerie

Die Gastronomie und Hotellerie gehören zu den Branchen mit den komplexesten Arbeitszeitmodellen: Schichtarbeit, Wochenendarbeit, Saisonspitzen und viele Minijobber. Gerade deshalb ist eine ordentliche Zeiterfassung hier besonders wichtig.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Branche steht unter besonderer Beobachtung der Behörden
  • Mindestlohn-Dokumentation ist Pflicht
  • Komplexe Schichtmodelle erfordern passende Software
  • Viele Minijobber und Aushilfen müssen erfasst werden
  • Mobile Lösungen passen zum dynamischen Arbeitsumfeld

Besondere Anforderungen der Branche

Arbeitszeitmodelle

In Gastronomie und Hotellerie finden sich:

  • Schichtarbeit (Früh-, Spät-, Nachtschicht)
  • Geteilte Dienste (Mittag und Abend)
  • Wochenend- und Feiertagsarbeit
  • Saisonale Schwankungen
  • Viele Teilzeit- und Minijobber

Rechtliche Besonderheiten

ThemaRegelung
MindestlohnDokumentationspflicht nach MiLoG
SonntagsarbeitIn Gastronomie erlaubt
NachtarbeitZuschläge und Gesundheitsschutz
RuhezeitenAusnahmen möglich (Kürzung auf 10 Std.)
MinijobberLückenlose Dokumentation

Kontrollen durch Behörden

Die Gastronomie ist ein Schwerpunkt von:

  • Zollkontrollen (Schwarzarbeit, Mindestlohn)
  • Gewerbeaufsicht (Arbeitszeit)
  • Finanzamt (Bargeschäfte)

Konsequenz: Lückenlose Dokumentation ist unerlässlich.

Zeiterfassung für die Gastronomie

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Mindestlohn-Dokumentation

Was muss dokumentiert werden?

Nach dem Mindestlohngesetz (MiLoG):

  • Beginn der täglichen Arbeitszeit
  • Ende der täglichen Arbeitszeit
  • Dauer der täglichen Arbeitszeit
  • Spätestens am siebten Tag nach der Arbeitsleistung

Für wen gilt die Pflicht?

Dokumentationspflicht für:

  • Minijobber (alle Branchen)
  • Beschäftigte in MiLoG-Branchen (inkl. Gastronomie)
  • Kurzfristig Beschäftigte

Aufbewahrungspflicht

  • Mindestens 2 Jahre aufbewahren
  • Am Ort der Beschäftigung (oder digital verfügbar)
  • Für Kontrollen bereithalten

Schichtplanung und Zeiterfassung

Integration wichtig

Schichtplanung und Zeiterfassung sollten zusammenarbeiten:

  • Soll: Geplante Schichten
  • Ist: Tatsächlich gearbeitete Zeit
  • Abgleich: Abweichungen erkennen

Typische Schichtmodelle

ModellBeschreibung
Geteilter DienstMittag + Abend mit Pause dazwischen
Durchgehende Schicht8-10 Stunden am Stück
Früh-/SpätschichtKlassisches Wechselmodell
Event-SchichtVariable Einsätze bei Veranstaltungen

Soll-Ist-Abgleich

Automatischer Vergleich zeigt:

  • Wer kam früher/später als geplant?
  • Wer hat länger gearbeitet?
  • Welche Schichten wurden getauscht?

Praktische Umsetzung

Terminal-Lösung

Stationäres Terminal im Betrieb:

VorteilNachteil
Ein Gerät für alleStau beim Stempeln
Keine privaten GeräteStandortgebunden
Gut kontrollierbarVergessen möglich

Gut geeignet für: Restaurants, Hotels mit festem Standort

App-Lösung

Smartphone-App:

VorteilNachteil
FlexibelPrivates Gerät nötig
OrtsunabhängigKann vergessen werden
Sofortige ErfassungDatenschutz beachten

Gut geeignet für: Catering, Events, flexible Einsätze

Kombinierte Lösung

  • Terminal im Restaurant/Hotel
  • App für Außeneinsätze (Catering, Events)
  • Daten werden zusammengeführt

Schichtplanung + Zeiterfassung

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Minijobber und Aushilfen

Besondere Dokumentationspflicht

Für Minijobber gilt:

  • Zeiterfassung ist Pflicht (MiLoG)
  • Auch bei Vertrauensarbeitszeit
  • Aufbewahrung mindestens 2 Jahre

Einfache Erfassung ermöglichen

Aushilfen sind oft nicht technikaffin:

  • Einfachste Bedienung
  • Kurze Einweisung
  • Ggf. Terminal statt App

Stundenkontingent überwachen

Bei Minijobs wichtig:

  • 520-Euro-Grenze nicht überschreiten
  • Stunden im Blick behalten
  • Rechtzeitig warnen

Trinkgeld und Arbeitszeit

Trinkgeld-Abrechnung

Trinkgeld ist keine Arbeitszeit, aber:

  • Verteilungszeit kann Arbeitszeit sein
  • Dokumentation der Trinkgeldverteilung separat

Saubere Trennung

Zeiterfassung erfasst Arbeitszeit – Trinkgeld wird separat gehandhabt.

Saisonale Schwankungen

Hochsaison managen

In der Hochsaison:

  • Mehr Personal
  • Längere Schichten
  • Mehr Überstunden

Zeiterfassung hilft:

  • Überstunden dokumentieren
  • Gesetzliche Grenzen einhalten
  • Ausgleichszeiten planen

Nebensaison

In ruhigen Zeiten:

  • Reduzierte Stunden
  • Überstundenabbau
  • Arbeitszeitkonten nutzen

Auswertungen für die Branche

Relevante Kennzahlen

KennzahlNutzen
Personalkosten/UmsatzEffizienz messen
Stunden pro SchichtPlanung optimieren
ÜberstundenquoteBelastung erkennen
KrankheitsquoteProbleme identifizieren

Kostenrechnung

Arbeitszeit pro Bereich:

  • Service
  • Küche
  • Housekeeping
  • Administration

Häufige Fragen

Wenn Familienmitglieder als Arbeitnehmer beschäftigt sind, ja. Bei echten Familienangehörigen ohne Arbeitsvertrag (mithelfende Familienangehörige im Sinne des Sozialrechts) gelten andere Regeln – dies ist aber selten und sollte geprüft werden.
Zwei Buchungen am Tag: Einstempeln mittags, ausstempeln nach dem Mittagsgeschäft. Dann erneut einstempeln abends, ausstempeln nach dem Abendgeschäft. Die Software summiert die Arbeitszeit des Tages.
Bußgelder bis zu 30.000 Euro bei Verstößen gegen die Mindestlohn-Dokumentationspflicht. Zusätzlich drohen Nachzahlungen und negative Publicity. Digitale Lösungen sind der beste Schutz.
Grundsätzlich ja, aber § 5 Abs. 2 ArbZG erlaubt in Gaststätten eine Verkürzung auf 10 Stunden, wenn innerhalb eines Monats ein Ausgleich erfolgt. Die Zeiterfassung sollte auf Verstöße hinweisen.
Mobile App-Erfassung ist ideal: Mitarbeiter stempeln am Event-Ort ein und aus. GPS-Check-in kann sicherstellen, dass vor Ort gestempelt wird. Nach dem Event werden die Zeiten mit dem Dienstplan abgeglichen.

Fazit

Die Gastronomie und Hotellerie haben besonders hohe Anforderungen an die Zeiterfassung – viele Mitarbeitertypen, komplexe Schichten und strenge Dokumentationspflichten. Eine digitale Lösung, die einfach zu bedienen ist und mit der Schichtplanung zusammenarbeitet, ist die beste Antwort. Sie schützt vor Bußgeldern, schafft Transparenz und spart Zeit bei der Verwaltung.

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