Zeiterfassung kostenlos: Die besten Gratis-Tools
Zeiterfassung muss nicht teuer sein. Es gibt zahlreiche kostenlose Lösungen – von Excel-Vorlagen bis zu Cloud-Apps. Doch welche taugen wirklich, und wo stoßen Gratis-Tools an ihre Grenzen?
Das Wichtigste in Kürze
- Kostenlose Tools eignen sich für Einzelpersonen und sehr kleine Teams
- Typische Einschränkungen: Nutzerzahl, Funktionen, Support
- Excel ist kostenlos, aber nicht rechtskonform und fehleranfällig
- Freemium-Modelle bieten Einstieg, werden bei Wachstum kostenpflichtig
- Die rechtlichen Anforderungen lassen sich auch mit Gratis-Tools erfüllen
Arten kostenloser Zeiterfassung
Excel und Google Sheets
Beschreibung: Klassische Tabellenkalkulation für manuelle Zeiterfassung.
Vorteile:
- Komplett kostenlos (bei vorhandenem Office/Google-Account)
- Volle Kontrolle über Aufbau
- Keine Einarbeitungszeit
- Offline nutzbar (Excel)
Nachteile:
- Manuelle Eingabe fehleranfällig
- Keine automatischen Berechnungen (oder komplexe Formeln)
- Kein Multi-User-Management
- Keine App, keine Erinnerungen
- Nicht manipulationssicher
Geeignet für: Einzelunternehmer, Freelancer, vorübergehende Lösung
Kostenlose Apps (Freemium)
Beschreibung: Apps mit kostenlosen Basisversionen und kostenpflichtigen Erweiterungen.
Typische Einschränkungen der Free-Version:
- Maximal 3-5 Nutzer
- Keine Berichte/Exporte
- Keine Integration
- Werbung
- Begrenzter Speicher
Vorteile:
- Sofort nutzbar
- App für iOS/Android
- Cloud-basiert
- Upgrade möglich
Nachteile:
- Bei Wachstum kostenpflichtig
- Datenschutz prüfen (oft US-Anbieter)
- Eingeschränkte Funktionen
- Support nur per Community
Open-Source-Lösungen
Beschreibung: Software mit offenem Quellcode, die selbst betrieben werden kann.
Vorteile:
- Keine Lizenzkosten
- Volle Kontrolle
- Anpassbar
Nachteile:
- IT-Know-how erforderlich
- Eigener Server nötig
- Wartung in Eigenregie
- Kein Support
Geeignet für: Technikaffine Unternehmen mit IT-Kapazität
Hinweis
Open-Source bedeutet nicht „ohne Kosten". Server, Wartung und IT-Zeit summieren sich. Für kleine Teams ist eine Cloud-Lösung oft günstiger.
Kostenlose vs. Bezahlte Lösungen
Funktionsvergleich
| Funktion | Kostenlos | Bezahlt |
|---|---|---|
| Zeiterfassung | ✓ | ✓ |
| Nutzerzahl | Begrenzt (3-5) | Unbegrenzt |
| Berichte/Export | Eingeschränkt | Vollständig |
| Mobile App | Oft | Immer |
| Urlaub/Abwesenheiten | Selten | Standard |
| Projektzeit | Selten | Oft |
| Support | Community | Professionell |
| DSGVO | Prüfen | Garantiert |
Wann reicht kostenlos?
Kostenlos reicht, wenn:
- Einzelperson oder max. 3 Mitarbeiter
- Nur Grundfunktionen benötigt
- Keine Integration nötig
- Datenschutz selbst prüfbar
- Kein Support nötig
Kostenpflichtig sinnvoll, wenn:
- Mehr als 5 Mitarbeiter
- Erweiterte Funktionen gewünscht
- Integration (Lohn, HR) nötig
- DSGVO-Konformität wichtig
- Professioneller Support gewünscht
Kostenrechnung
Beispiel: 5 Mitarbeiter
Kostenlose Lösung (Excel):
- Software: 0 €
- Arbeitszeit: 2 Std./Woche × 30 €/Std. = 60 €/Woche
- Fehlerquote: Schwer bezifferbar
- Jährlich: ~3.000 € (versteckte Kosten)
Bezahlte Lösung:
- Software: 5 × 4 € = 20 €/Monat
- Arbeitszeit: 0,5 Std./Woche = 15 €/Woche
- Jährlich: ~1.020 €
Tipp
Rechnen Sie Ihre eigene Arbeitszeit ein. Wenn Sie eine Stunde pro Woche mit Excel-Pflege verbringen, lohnt sich eine günstige Cloud-Lösung schnell.
Kostenlose Tools im Überblick
Kategorie: Einfache Timer
Funktionen:
- Start/Stop-Button
- Tagesübersicht
- Einfache Statistik
Einschränkungen:
- Keine Teammitglieder
- Kein Export
- Keine Projektzuordnung
Geeignet für: Freelancer, Selbständige
Kategorie: Team-Tools (Free-Version)
Funktionen:
- 3-5 Nutzer kostenlos
- Basis-Zeiterfassung
- Einfache Berichte
Einschränkungen:
- Nutzerlimit
- Werbung oder Branding
- Kein Support
Geeignet für: Startups, kleine Teams zum Testen
Kategorie: Excel/Sheets
Funktionen:
- Vollständig anpassbar
- Bekannte Oberfläche
- Formeln für Berechnungen
Einschränkungen:
- Kein Multi-User (echte Zusammenarbeit)
- Manuell und fehleranfällig
- Keine Automatisierung
Geeignet für: Einzelpersonen, vorübergehende Lösungen
Rechtliche Anforderungen erfüllen
Mindestanforderungen
Auch kostenlose Tools müssen diese Anforderungen erfüllen:
Dokumentation:
- Beginn der Arbeitszeit
- Ende der Arbeitszeit
- Dauer (Pausen)
Aufbewahrung:
- Mindestens 2 Jahre
- Lesbar und zugänglich
- Vor Manipulation geschützt
Datenschutz:
- DSGVO-konforme Verarbeitung
- Serverstandort prüfen (EU)
- Mitarbeiter informieren
Grenzen von Excel
Probleme bei Prüfungen:
- Keine Änderungsprotokolle
- Manipulation leicht möglich
- Keine Zugriffskontrolle
Empfehlung: Wenn Sie Excel nutzen, exportieren Sie regelmäßig PDFs und archivieren Sie diese. Das schafft eine gewisse Nachweissicherheit.
Tipps für die Auswahl
Checkliste kostenlose Tools
☐ Reicht die Nutzerzahl? ☐ Sind die Kernfunktionen vorhanden? ☐ Wo werden Daten gespeichert (DSGVO)? ☐ Gibt es eine Export-Möglichkeit? ☐ Was kostet der Upgrade-Pfad? ☐ Wie lange gibt es das Tool schon?
Warnsignale
Vorsicht bei:
- Unbekannte Anbieter ohne Impressum
- Keine Angaben zum Serverstandort
- Keine Datenschutzerklärung
- Sehr aggressive Upgrade-Aufforderungen
- Keine Möglichkeit zum Datenexport
Migration einplanen
Bei Wachstum:
- Datenexport prüfen (CSV, Excel)
- Upgrade-Kosten kalkulieren
- Wechsel einplanen
Empfehlung: Wählen Sie von Anfang an ein Tool mit fairem Preismodell, auch wenn Sie die Free-Version nutzen. Der Wechsel ist sonst später aufwändig.
Von kostenlos zu bezahlt
Wann upgraden?
Typische Auslöser:
- Mehr Mitarbeiter als Free-Limit
- Bedarf an Berichten/Exporten
- Integration in Lohnabrechnung
- Professioneller Support gewünscht
- Erweiterte Funktionen nötig
Was kostet eine Bezahllösung?
Typische Preise (KMU-Markt):
- Einfache Lösungen: 2-4 €/Nutzer/Monat
- Standardlösungen: 4-8 €/Nutzer/Monat
- Umfangreiche Lösungen: 8-15 €/Nutzer/Monat
Beispiel 10 Mitarbeiter:
- Günstig: 20-40 €/Monat
- Standard: 40-80 €/Monat
- Premium: 80-150 €/Monat
Häufige Fragen zu kostenloser Zeiterfassung
Fazit
Kostenlose Zeiterfassung hat ihren Platz: Für Einzelpersonen, sehr kleine Teams oder zum Testen einer Lösung. Die Grenzen zeigen sich bei wachsenden Teams, erweiterten Anforderungen und dem Bedarf an professionellem Support. Rechnen Sie versteckte Kosten (eigene Arbeitszeit, Fehler) ein – oft ist eine günstige Cloud-Lösung wirtschaftlicher als „kostenlos".
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