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Dienstplanung im Sicherheitsdienst

Dienstplanung für Security: Schichtmodelle, Wachzeiten und Personalplanung im Sicherheitsgewerbe.

5 Min. Lesezeit
Sicherheitsmitarbeiter bei der Schichtübergabe

Dienstplanung im Sicherheitsdienst

Sicherheitsunternehmen planen rund um die Uhr – oft für mehrere Objekte gleichzeitig. Die Dienstplanung muss Qualifikationen, Objektanforderungen und gesetzliche Vorgaben berücksichtigen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Oft 24/7-Betrieb mit Nachtschichten
  • Objektbezogene Planung erforderlich
  • Qualifikationen und Zulassungen beachten
  • Lange Schichten mit Ruhezeiten-Herausforderung
  • Zuschläge für Nacht, Wochenende, Feiertag

Besonderheiten im Sicherheitsdienst

Objektvielfalt

Sicherheitsdienste arbeiten an verschiedenen Objekten:

ObjektartBesonderheit
Industrieanlage24/7, Schichtübergabe
EinkaufszentrumÖffnungszeiten + Nacht
VeranstaltungProjektbezogen
PersonenschutzFlexibel, reisend
EmpfangsdienstBürozeiten
BaustelleNacht und Wochenende

Qualifikationsanforderungen

QualifikationErforderlich für
§ 34a GewOGrundqualifikation
SachkundeprüfungHöherwertige Aufgaben
WaffensachkundeBewaffneter Dienst
Erste HilfeAlle
BrandschutzBrandwache
SprachkenntnisseJe nach Objekt

Schichtmodelle

  • Tagschicht: 6:00-18:00 (12h)
  • Nachtschicht: 18:00-6:00 (12h)
  • 8-Stunden-Schichten: – Früh: 6:00-14:00
  • Spät: 14:00-22:00
  • Nacht: 22:00-6:00
  • Veranstaltung: Variabel

Dienstplanung für Security

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Objektbasierte Planung

Anforderungen pro Objekt

Jedes Objekt hat eigene Vorgaben:

ElementBeispiel
Besetzungsstärke2 Personen Nacht
Qualifikation§ 34a + Brandschutz
Schichtdauer12 Stunden
Übergabezeit15 Minuten
Pausenregelung1 Person bleibt

Objektwechsel

Mitarbeiter an mehreren Objekten:

  • Fahrtzeit zwischen Objekten = Arbeitszeit
  • Qualifikationen aller Objekte prüfen
  • Objektkenntnis aufbauen
  • Wechsel reduzieren (Einarbeitung)

Arbeitszeitgesetz und Security

Herausforderung lange Schichten

12-Stunden-Schichten und das ArbZG:

RegelVorgabe
Tägliche Höchstarbeitszeit10 Stunden (Ausnahmen möglich)
Wöchentliche Höchstarbeitszeit48 Stunden (Durchschnitt)
Ruhezeit11 Stunden
NachtarbeitMax. 8h (erweiterbar auf 10h)

Tarifliche Sonderregelungen

Tarifverträge im Bewachungsgewerbe:

  • Können längere Schichten ermöglichen
  • Abweichungen von Ruhezeiten
  • Ausgleich in bestimmten Zeiträumen
  • Regional unterschiedlich (Länder-TVs)

Bereitschaftszeiten

Wenn auch Bereitschaft dabei ist:

  • Reine Bereitschaft ≠ volle Arbeitszeit
  • Aber: EuGH-Rechtsprechung beachten
  • Sicherheitsdienst oft als Vollarbeit
  • Klare Dokumentation wichtig

Arbeitszeiten nachweisen

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Zuschläge

Tarifliche Zuschläge

ArbeitszeitTypischer Zuschlag
Nacht (22-6 Uhr)5-25%
Sonntag25-50%
Feiertag50-100%
24./31. DezemberOft Sonderzuschlag

Dokumentation

Für korrekte Abrechnung:

  • Jede Schicht mit Beginn/Ende
  • Automatische Zuordnung Nacht/Sonntag
  • Feiertagskalender einpflegen
  • Export für Lohnabrechnung

Veranstaltungssicherheit

Projektbasierte Planung

Events als Sondereinsätze:

  • Vorlauf: Objektbegehung
  • Aufbau: Früher vor Ort
  • Event: Volle Besetzung
  • Abbau: Reduzierte Besetzung
  • Nachbereitung: Dokumentation

Kurzfristige Einsätze

Herausforderungen:

  • Oft kurze Vorlaufzeit
  • Hoher Personalbedarf auf einmal
  • Rückgriff auf Pool/Aushilfen
  • Qualifikationen trotzdem prüfen

Personalpool

Springer und Aushilfen

Für flexible Besetzung:

GruppeEinsatz
FestangestellteStammbesetzung Objekte
SpringerVertretung, Krankheit
Aushilfen/MinijobberVeranstaltungen
SubunternehmerSpitzenzeiten

Qualifikationsmanagement

Übersicht erforderlich:

  • Wer hat welche Qualifikationen?
  • Wann laufen Zertifikate ab?
  • Nachschulungen planen
  • Nur qualifiziertes Personal einsetzen

Zeiterfassung im Sicherheitsdienst

Mobile Erfassung

Mitarbeiter sind vor Ort:

MethodeAnwendung
App am SmartphoneStandard für mobile Mitarbeiter
Terminal am ObjektFeste Standorte
WächterkontrollsystemRundgangdokumentation
KombinationHybrid

Wächterkontrollsystem

Zusätzlich zur Zeiterfassung:

  • Dokumentiert Rundgänge
  • Kontrollpunkte mit Stempel/NFC
  • Nachweis der Anwesenheit
  • Oft Kundenanforderung

Häufige Fragen

Grundsätzlich erlaubt das ArbZG maximal 10 Stunden. Tarifverträge im Bewachungsgewerbe ermöglichen jedoch oft längere Schichten mit entsprechendem Ausgleich. Prüfen Sie den geltenden Tarifvertrag.
Nutzen Sie eine Software, die Objekte als Kostenstellen oder Projekte abbildet. Planen Sie die Besetzung pro Objekt und achten Sie auf Qualifikationsanforderungen. Fahrtzeiten zwischen Objekten sind Arbeitszeit.
Die Zeiterfassung sollte automatisch erkennen, welche Stunden in Nachtzeit, Sonntage oder Feiertage fallen. Bei einer Schicht von 18-6 Uhr fallen z.B. 8 Stunden in die Nachtzeit (22-6 Uhr).
Im Sicherheitsdienst wird Bereitschaft oft als volle Arbeitszeit gewertet, da der Mitarbeiter am Arbeitsort präsent sein muss und jederzeit einsatzbereit. Die EuGH-Rechtsprechung ist hier streng.
Ja, das ist im Sicherheitsgewerbe besonders wichtig. Die § 34a GewO und weitere Qualifikationen sind Voraussetzung für bestimmte Tätigkeiten. Setzen Sie nur qualifiziertes Personal ein und dokumentieren Sie die Zertifikate.

Fazit

Dienstplanung im Sicherheitsdienst ist komplex: Objekte haben unterschiedliche Anforderungen, Qualifikationen müssen stimmen, und die Arbeitszeiten sind oft lang. Eine gute Planungssoftware mit Qualifikationsmanagement und mobiler Zeiterfassung erleichtert die Arbeit erheblich. Wichtig: Tarifverträge und Arbeitszeit­gesetz genau beachten – die 12-Stunden-Schicht ist nur unter bestimmten Bedingungen zulässig.

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